LADAKH
 
United Colours of Himalaya
 

Überlandfahrt von Delhi nach Leh
Klosterfest in Hemis
Lamayuru Trek

 

 

Bahnhof Delhi

Manali

grüne Vegetation auf dem Weg nach Keylong

Farben des Himalaya, Ladakh

Leh, Ladakh

Klosterfest Hemis, Ladakh

Lamayuru-Trekking, Ladakh

Kongski La (4.920 m), Lamajuru-Trek, Ladakh

Gewitter beim Abstieg nach Chilling, Lamayuru.Trek

  

 

Reisebericht 30.06. - 22.07.08

 

 

Vorwort

 

Ursprünglich war diese Reise bereits im September 2007 geplant. Ab Mitte September  ist die Durchquerung des Himalaya über den 5.330 m hohen Taglang La jedoch nicht mehr möglich, so dass ich diese Idee aufgeben musste.

 

Der Zufall wollte es, dass unsere Nepalkunden aus Düsseldorf eine solche Reise im Sommer planten. Dies war die günstige Gelegenheit, diese Reise zu organisieren. Als Abreisetag wurde einvernehmlich der 30.06.08 festgelegt, ein Tag nach dem Finale der Fußball EM.

 

© Klaus Töpfer

HIMATREK

Gelsenkirchen, Juli 2008

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01. Tag - 30.06.2008

 

Mit der Regionalbahn treffe ich fahrplanmäßig am Flughafen Düsseldorf ein. Von dort transportiert mich der „Sky Train“ bis zur Endstation, Terminal C. Lang ist es her, dass ich von Düsseldorf in Richtung Himalaya startete. Letztmalig mit der TRANSAVIA ab Amsterdam und dem KLM-Zubringer von Düsseldorf vor 7 Jahren. Mir bleibt genügend Zeit zur Orientierung und ich finde den Schalter der EMIRATES, noch bevor meine Mitreisenden eintreffen. Elisabeth und Emil, wegen ihrer Nachnamen Tobias Tobies genannt, Christa, Dieter, Susanne und Lothar waren vor 2 Jahren mit HIMATREK im Langtang unterwegs. Neu dabei sind Marga und Klaus. Geduldig warten wir vor dem Check-in-Schalter. Wir stehen in der falschen Reihe, denn vor uns können 3 Australien-Reisende aus technischen Gründen nicht abgefertigt werden. Schließlich werden wir am Nebenschalter unser Gepäck los. Es folgt die übliche Sicherheits- und Passkontrolle. Nun beginnt der Urlaub, auf den wir gemeinsam im Bristo anstoßen.

 

Alarm! Alle werden aufgefordert, das Terminal zu verlassen: Sicherheitsüberprüfung! Eine Fluchttür, die ständig geschlossen sein sollte, steht offen. Ist da jemand unbefugt eingedrungen? Also zurück marsch, marsch. Warten. Gemeinsam mit einigen hundert Passagieren stehen wir geduldig vor der Glaswand vor dem Abflugbereich. Endlich, nach gut einer halben Stunde folgt die Entwarnung. Es geht von vorne los: Sicherheitscheck, Passkontrolle und dann gleich zum Boarding. Mit einer Stunde Verspätung hebt der A 330 nach Dubai ab.

 

02. Tag - 01.07.2008

 

Landung in Dubai. Nachdem die Uhren vorgestellt sind, ist Mitternacht vorbei. In der riesigen langen Abfertigungshalle des neu erbauten und angeblich modernsten Airports der Welt vertreiben wir uns die auf knapp 4 Stunden verkürzte Aufenthaltzeit bis zum Weiterflug nach Delhi. Trotz aller Moderne, Plätze für wartende Passagiere sind rar und die meisten haben es sich notgedrungen auf dem Fußboden bequem gemacht. Zumindest lädt ein irischer Pub zur gemütlichen Bierrunde ein.

 

Mit der größten Boing, der B 777 heben wir bei beginnender Morgendämmerung ab. Eine lange schlaflose Nacht liegt hinter uns und während des 3 ½-stündigen Fluges nach Delhi fallen allen die Augen zu.

 

In Delhi begrüßen uns neben Kunga, dem örtlichen Vertreter von LADAKH TRAVEL, mehr als 40° C  Hitze und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Wir sind froh, als wir den klimatisierten Bus besteigen können. Hitze und Müdigkeit fordern ihr Tribut. Nachdem ein paar EUR in indische Rupien umgetauscht sind, beenden wir die kleine Rundfahrt durch Delhi in einem gemütlichen Restaurant, wo das erste indische Menü auf uns wartet.

 

Indien live, Verkehrschaos. Busse, LKW, PKW, Motorräder, Fahrräder, Lastenkarren, Rikschas. Alles was Räder hat und per Motor oder Muskelkraft bewegt wird, kommt irgendwie auf den Straßen vorwärts. Auf Kreuzungen wird es dann schon problematischer und vor dem Bahnhof geht dann gar nichts mehr. Unser Bus steckt etwa 500 m entfernt vom Haupteingang des Bahnhofs, falls es diesen überhaupt gibt, endgültig fest. Was nun? Auch solche Probleme sind lösbar. Zwei Leute mit einem großen Holzkarren werden vom Busfahrer angeheuert. Unser Gepäck wird aufgeladen und wir folgen mit etwas bangem Gefühl. Ob wir auch zum richtigen Bahnsteig bebracht werden, wo der Zug nach Chandigarth abfährt? Quer über Bahnsteige und Gleise hinweg erreichen wir schweißgebadet den richtigen Bahnsteig. An der Bude geben wir die ersten Rupien für Mineralwasser aus, welches gleich wieder durch die Poren der Haut zu entrinnen scheint. Ungeduldiges Warten auf den Zug der da gleich kommen soll. Irrtum, unser freundliche Karrenmann, er wird mit seinem Kollegen 900 Rupien, ca 15 EUR (100 Rupien/Gepäckstück) verdienen, macht uns darauf aufmerksam, das unser Zug auf einem anderen Bahnsteig einfährt. Also der Karre folgen. Hinter einer recht ausgedient aussehenden Diesellok reihen sich unzählige Waggons. In welchem sind unsere reservierten Plätze? Na klar, ganz am Ende des Zuges hängen die klimatisierten Waggons der 1. Klasse. Am letzten hängt auch ein Zettel auf welchen wir unsere Reservierungen finden. Hinein, im dichten Gedrängel nehmen wir schließlich auch unsere Sitzplätze ein.

 

Fahrt mit der Eisenbahn in IndienAlsbald rumpeln und schaukeln wir im recht marode aussehenden Waggon, aber mit funktionierender Klimaanlage, Chandigarth entgegen. Unendlich flaches Land mit grünen Wiesen und Reisfeldern ziehen vorbei. Hin und wieder mal ein Halt an einer Station. Draußen herrscht weiterhin das Klima einer Sauna. Während der 4-stündigen Fahrt wissen wir nie genau, wo wir uns eigentlich befinden. Rechtzeitig erfahren wir von Mitreisenden, dass wir in den Bahnhof von Chandigarth hinein rollen.

 

Der Bahnhof lieg etwa 8 km außerhalb der neu aus dem Boden gestampften Hauptstadt. Nachdem Indien und Parkistan 1947 in die Unabhängigkeit entlassen wurden, benötigte Indien für den Nordwesten einen neuen Regierungssitz. Mit dem Bau wurde der schweizer Architekt Le Corbusier beauftragt. Chandigarh ist in sogenannte Sektoren aufgeteilt. Die städtischen Funktionen wurden dabei in Zonen aufgeteilt. In diesen wird entweder gewohnt, verkauft oder gearbeitet. So ist z.B. Sektor 17 der Shopping-Sektor, Sektor 35 Kneipen- und Restaurant-Sektor.

 

Vergeblich halten wir auf dem Bahnsteig nach jemandem Ausschau, der uns zum gebuchten Hotel bringt. Erst ein Anruf im Hotel führt den Fahrer zu uns, der auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof auf uns wartet. Mann hätte es wissen müssen. Die Fahrt zieht sich, bis wir endlich den Hotel-Sektor erreicht haben. Es ist bereits 21 Uhr, als wir uns zum indischen Abend-Dinner treffen.

 

03. Tag - 02.07.2008

 

Nach einer angenehmen Nacht erfreue ich mich zum Frühstück eines deftigen Masala(Gewürz)-Omlets. Vor dem Hotel heißt uns bereits am frühen Morgen die schwüle Hitze willkommen. Nichts desto trotz ist die Besichtigung des Rock Garden einmalig und lohnenswert. Das etwa 10 Hektar große Landschaftskunstprojekt wurde Mitte der 60er Jahre von Nek Chand als eine Art Gegenwelt zur modernen Planstadt gestaltet.

 

 

Kurz vor Mittag starten wir zur Fahrt nach Manali. Eine gewaltige Strecke von 380 km liegt vor uns. Auch dauert es eine Weile, bis das weitläufige Chandigarth hinter uns liegt. Dichter Verkehr auf den Straßen verhindert ein rasches Fortkommen. Imbiss nach ManaliErst nach der Mittagspause in einem Schnellimbiss rollt der Verkehr flüssiger. Kilometer für Kilometer rollen wir dahin. Wir nähern uns dem Himalaya. In Serpentinen geht es auf und ab. Immer mal wieder „Stop und Go“. Da kriecht ein schwerer LKW mühsam den Berg hinauf, pechschwarzen Dieselruß aus dem Auspuff pustend. Das Überholen auf den schmalen, kurvenreichen Straßen will gelernt sein. Wir vertrauen unserem perfekten Fahrer. Nach gut 8 Stunden „on the Road“ erreichen wir spät abends Manali. Wie ein Bus gemäß Reiseführer diese Strecke in 6 Stunden bewältigt soll, wird wohl ein Rätsel bleiben.

 

Nachdem ich heute morgen verzweifelt meinen Reisepass suchte, den ich versehentlich gut in meiner Utensilienbox versteckt hatte, ist nun der Schlüssel für das Schloss an meinem Koffer verschwunden. Erst mit Hilfe des Hotelboys, einer schweren Rohrzange und Eisensäge gelingt es gemeinsam das winzige Vorhängeschlösschen zu knacken. Deutsche Qualität oder „Made in China“?

 

Tempel Manali04. Tag - 03.07.2008

 

Manali liegt in einer Höhe von 1.926 m am Rande des Himalya. Die Stadt ist aufgeteilt in das heutige moderne Markt- und Touristenzentrum Manali und das ursprüngliche Old Manali, malerisch auf einem Hügel gelegen mit Obstgärten, traditionellen Stein- und Lehmhäusern. Manali ist auf Grund des milden Sommerklimas und seiner berühmten Tempel vor allem Zielort für indische Touristen. So begeben auch wir uns mit Kushal, unserem Guide auf einen ausgiebigen Rundgang. Als der hinduistische Gesetzgeber Manu nach der großen Sintflut wieder die Erde betrat, soll er hier mit seinem himmlischen Boot gelandet sein. Manali heißt Manu-alaya, die Heimat von Manu. Hinauf führt der Weg zum Hadimba Tempel im tausendjährigem Zedernwald von Dhungri. Von weither pilgern Hindus zu dieser heiligen Stätte mit ihren bemerkenswerten Holzschnitzereien. Unweit hiervon befindet sich ein kleiner Freizeitpark für Kinder, die hier mit ihren Eltern die Ferien verbringen. Nach dem Besuch des Kindergartens und des tibetischen Klosters begeben wir uns am Nachmittag nach Old Manali. Bevor man den ursprünglichen Kern erreicht, wandert man entlang einer landestypischen Basarstraße. Hier finden wir endlich ein Internet-Cafe und wenn schon eins, dann auch gleich mehrere. Grüße gehen in Richtung Heimat.

 

Schutzgott - tibetische Kloser

Old Manali

Manali - Mutter und Kind

 

Erst abends ab 18 Uhr öffnen die Geschäfte im Zentrum Manalis. Die Durchgangsstraße ist nun für den Verkehr gesperrt. Auch aus den umliegenden Dörfern kommen die Einheimischen zum Einkaufen. Bauern aus der Umgebung bieten frisches Ost und Gemüse feil. Es herrscht ein buntes Treiben. Mit den vielen indischen Touristen schlendern auch wir durch die Straßen mit ihren vielfältigen Angeboten, Geschäften, Restaurants und Imbissbuden. Es ist eine günstige Gelegenheit, sich mit einigen Dingen für die morgige Weiterfahrt einzudecken.

 

Gerade haben wir uns zum Abendessen versammelt, als ein bekanntes Gesicht auftaucht. Stenzing steht vor mir. Welch eine freudige Überraschung. Stenzing, unser Guide der uns im vergangenem Jahr während des Homestay-Trekking begleitete, wird uns auch in den kommenden Tagen betreuen. Nach 17 Stunden Fahrt mit dem Taxi ist er heute von Leh hierher gefahren. Morgen werden wir mit zwei Fahrzeugen aufbrechen.

 

05. Tag - 04.07.2008

 

Wieder rollen die Räder. Das Gepäck ist wetterfest auf den Dächern der beiden Toyota verstaut. Mit mir haben es sich Susanne, Lothar und die Tobies im geräumigen Fahrzeug bequem gemacht. Der Rest unserer Gruppe hat im zweiten Fahrzeug mit Stenzing Platz genommen. In langen Serpentinen, durch eine herrlich grüne Gebirgslandschaft, vorbei an rauschenden Bächen und Wasserfällen schlängelt sich Straße zum knapp 4.000 m hohen Rothang La hinauf. Klimatisch fungiert dieser Pass als Wetterscheide. Der vom indischen Subkontinent heranziehende Monsun regnet hier ab. Hier endet auch das indische Wintersportgebiet. Bereits in Manali können die Temperaturen im Winter bis auf minus 20° C sinken. Aber auch im Sommer ist der Pass ein beliebtes Ausflugziel. Kioske und Imbisse säumen die Strecke bis hinauf zu den letzten Schneeresten, auf welchen Kinder tollen und in überdimensionalen Schlitten rodeln können. Dieses Gebiet braucht keinen Vergleich mit den Alpen zu scheuen. Nur gibt es hier noch keine Skilifte. Man fährt mit dem Auto oder lässt sich fahren.

 

Gebetsfahnen

 

Jenseits des Passes lassen wir den Ferienrummel hinter uns. Die seit Manali im Ausbau befindliche Straße, es ist die Hauptverkehrsader nach Ladakh und strategisch von großer Bedeutung, führt hinunter in das Lahaul-Tal. Die Vegetation wird spärlicher, das Tal enger auf dessen Grund der Chandra tost. Nur kleine, einsam gelegene Gehöfte säumen den Weg. Unablässig bläst ein heftiger Wind von Süd nach Nord, so wie ich es noch vor ein paar Wochen am Kali Ghandaki erlebte (siehe Reisebericht Mustang 2008). Am Zusammenfluss von Chandra und Bhaga zum Chenap führt die Schotterpiste hinauf nach Keylong (3.100 m). Wir befinden uns bereits auf buddhistischem Gebiet und kehren für die nächsten 4 Nächte im Gasthof „Tashi Delek“ ein. Dort wird uns im Restaurant ununterbrochen der Sound der „Tibetan Incantations“ mit seinen Mantras „Om Mani Pdamie Hum“ in zwei Varianten und das „Mantra of Avalokiteshvara“ zur Meditation animieren.

 

06. Tag - 05.07.2008

 

Auf der gegenüberliegenden Talseite befindet sich das Kloster Kardong (3.300 m), unser heutiges Ziel. Hin nehmen wir den bequemeren Weg, lassen uns bis zu einer kleinen Siedlung unterhalb des Klosters fahren. Von dort sind nur noch etwa 150 Höhenmeter auf bequem ausgebautem Weg aufzusteigen. Das Murmeln der Mantras klingt uns entgegen. Noch rechzeitig zur morgendliche Puja treffen wir ein. Platz nehmen, Beine falten, Augen schließen, dem Gemurmel der Mantras lauschen, abschalten, meditieren.

 

Durch herrlich duftende und blühende Wiesen führt der Weg teilweise durch Weidenhaine hinunter zum rauschenden Bhaga. Über uns strahlt die Sonne vom königblauen Firmament. Wie im Gebirge üblich, geht es nach Überquerung des Flusses wieder bergan. Leider hier auf einem betonierten Weg der schließlich an kleinen Terrassenfeldern vorbei führt, auf denen Bäuerinnen mit dem Pflücken der Erbsen beschäftigt sind.

 

Die zweite Hälfte des Tages dient dem Faulenzen, auch zur rechten Zeit, denn wir sind nun schon volle 5 Tage auf Achse. Gerade habe ich es mir auf dem Balkon bequem gemacht, ziehen von Süden her dunkle Wolken auf. Wenig später entlädt sich ein heftiges Gewitter. Erst am Nachmittag klart es wieder auf. Im Ort finde ich einen kleinen Internet-Laden. Melde mich daheim und sende Grüße nach Nepal.

 

07. Tag - 06.07.2008

 

Es regnet. Flussabwärts des Chandra verläuft die Fahrt durch ein wildromantisches Tal, welches wir nur erahnen können. Tief hängen die Wolken herab, alles erscheint grau in grau. Schließlich erreichen wir den Triloknath-Tempel in Tunde, eine Pilgerstätte sowohl für Buddhisten als auch Hindus. Unsere Fahrer und Stenzing sind etwas nervös. Der heutige Dauerlegen könnte von den steilen Berghängen einen Erdrutsch auslösen und die recht schlechte Straße auf Stunden, wenn gar Tage blockieren. Also weiter zum Tempel nach Udaipur, ebenfalls ein buddhistisches und hinduistisches Heiligtum. Zur Mittagspause kehren wir in einen landestypischen Imbiss ein. Lunchpaket oder eine gute Suppe ist die Frage. Den Inhalt des Lunchpaketes verschenken wir überwiegend an die Kinder und bevorzugen die einheimische Suppe.

 

Am Nachmittag kommt endlich die Sonne zum Vorschein. Allgemeiner Aufruf zum Aufbruch zum Kloster Shashur, oberhalb von Keylong gelegen. Schnell sind die Stiefel geschnürt und auf geht es. Nach gut einer Stunde haben wir das Ziel erreicht und werden mit einem herrlichen Rundblick über die Täler des Chandra und Bhaga mit den umliegenden steil aufragenden Gipfeln belohnt. Im Kloster halten die anwesenden Mönche ein Gebetsstunde ab. Zu Ehren des Dalai Lama, dessen Geburtstag heute gefeiert wird. Zur rechten Zeit am richtigen Ort. Beim Sonnenuntergang, der die Landschaft in ein rötliches Licht taucht, steigen wir ab. Letztendlich neigt sich doch noch ein unvergesslicher Tag dem Ende entgegen.

 

Zum Abendessen lassen wir uns wieder das sehr gut zusammen gestellte tibetische Menü des Hauses, begleitet non immer ertönenden Mantras, schmecken. Nur die heute gereichte Nachspeise, in Zuckerwasser eingelegte Weichkäse-Kugeln entspricht absolut nicht unserem Geschmack.

 

08. Tag - 07.07.2008

 

Ein harter Tag. Die angekündigte 8-stündige Wanderung entpuppt sich als recht anstrengende Trekkingtour über den 4.300 m hohen Rangcha Gali mit 1.000 m Aufstieg und 1.100 m Abstieg hinunter nach Gondhala (3.162 m). Jedenfalls war diese Tour zu diesem Zeitpunkt schon nahe an der Grenze meiner persönlichen Leistungsfähigkeit. Eine recht gute Kondition ist Voraussetzung, um diesen Gondhala-Trek zu meistern. Hier auch gleich der Hinweis, dass Höhenangaben teilweise auf eigene Messungen beruhen. Die Angaben in Reiseführern und diversem recht schlechten Kartenmaterial über Nordindien und Ladakh weisen Höhenunterschiede von mehr als 200 m auf.

 

Nun zur Tour. Da auch Stenzing bei diesem Unternehmen Neuland betritt, wird uns Amar, ein Guide aus Keylong begleiten. Wir wollen recht frühzeitig aufbrechen und das Mini-Frühstück ist für 6 Uhr geordert. Zum zweiten Frühstück hat uns Amar in sein Haus nahe dem Kloster Khardong eingeladen. Wieder nutzen wir die Möglichkeit zur Fahrt hinauf. Auf dem schmalen in die steile Felswand quasi hinein gemeißelten Fahrweg drängen wir uns mit den Toyotas irgendwie an den Schafherden vorbei, die zu den Weiden aufgetrieben werden. Schließlich erreichen wir Amars Haus. Der freundlichen Begrüßung folgt die Einladung in das Wohnzimmer. Milchtee, Chapati, ... werden zum Frühstück gereicht. Gut gesättigt machen wir uns auf den Weg.

 

Über grüne Matten mit einer farbenprächtigen Flora windet sich der Pfad zunächst moderat ansteigend aufwärts. Heute ist uns die Sonne wohl gesinnt. Über uns kreist ein Paar Adler. Imposant wie sie mit ein paar Schlägen in den Lüften scheinbar schwerelos daher gleiten und schließlich in der Ferne unseren Blicken entschwinden. Die erste Rast wird auf blühender Wiese eingelegt. Nun wird der Pfad ständig steiler. Schließlich sind es enge Serpentinen. Langsam, langsam, tief Luft holen. Susanne hilft mir, den richtigen Tritt zu finden. Danke! So werden auch die letzten Höhenmeter bewältigt und der erste hohe Pass unserer Tour ist zu Fuß erreicht. Gratulation untereinander. Hier in 4.300 m Höhe erwischt uns sofort ein heftiger Wind, der recht kalt daher stürmt. Hinter einigen Chörten (steinernen kleinen Stupas) suchen wir etwas Schutz. Von Süden her droht Unwetter. Schwappt wie vor 2 Tagen wieder etwas Monsun über? Wir bevorzugen den umgehenden Abstieg und verschieben die Lunchpause. Schließlich finden wir einen windgeschützten Platz, um die wohlverdiente Mittagspause einzulegen. Noch sind wir vom Regen verschont, aber da braut sich etwas zusammen.

 

Nur ein paar Tropfen treffen uns während des weiteren Abstiegs bis hinunter nach Gondhala. Die letzten Meter scheinen kein Ende nehmen zu wollen. Klar, unsere Fahrer warten, wie soll es auch anders sein, am tiefsten und weit entferntesten Punkt. Nach einer geruhsamen Kaffeepause scheint auch schon wieder die Sonne. Zurück geht die Fahrt nach Keylong, wo wir von Amar Abschied nehmen.

 

09. Tag - 08.07.2008

 

Heute steht die Durchquerung des Himalaya bevor. Hinter Keylong windet sich die Straße entlang des Bhagda nach Darsha. Das enge Tal weitet sich und dem Bhagda steht ein weites Flussbett zur Verfügung. Nachdem die Formalitäten am Kontrollposten Garja Dhaba erledigt sind, führt die Straße in tiefe Täler hinein. Beidseitig erheben sich gewaltige Massive. Gesteinswände, entstanden in Urzeiten, zeigen in verschiedenen Farben Millionen Jahre Vergangenheit unseres Planeten. Entlang der Strecke finden sich einige Zelt-Restaurants die zur Saison (Mai - September) ausschließlich von Nepalesen betrieben werden. Kurz vor dem Baralacha Pass legen wir eine Pause ein. Neben Cola, Fanta, Sprite werden im geräumigem Zelt alle Dinge für den Reisenden angeboten. Im Umfeld übt ein kleiner Junge das Fahren mit Rad. Da das Gelände nicht gerade für Fahrräder tauglich ist, kompliziert er die Sache noch mit einem Anhänger (Plastikkiste auf Rädern). Jedenfalls hat er seinen Spaß.

 

Die Aussicht vom Bralacha La (4.845 m) ist grandios. Auf dieser Passhöhe treffen sich die Karawanenwege von Zanskar, Spiti, Lahaul und Ladakh. Ebenso ist es Quellgebiet der Flüsse Bhaga, Chandra und Yunan. Die große Kette des Himalaya ist überquert. Hinunter geht es nun nach Sarchu (4.130 m).

 

Hier stehen in einem weitläufigen grünen Hochtal die Zelte des Goldrop Camp, unser Quartier. Den Nachmittag genießen wir in dieser malerischen Hochebene. Wer in dieser Höhe genug Kondition übrig hat, ist beim Volley Ball dabei. Auf den saftigen Wiesen, direkt hinter den Zelten tummeln sich die Murmeltiere. Ein Spaziergang zum naheliegendem Canyon des Tsarap ist allemal Pflicht. Inmitten der flachen Wiesenlandschaft mit ihren blühenden Blumen, stürzen urplötzlich Felswände steil hinab. Drunten im zerklüfteten Tal, windet sich der zu dieser Jahreszeit fast ausgetrocknete Fluss.

 

 

Nach einem vielseitigem Buffet im Zeltrestaurant ziehen wir uns in die Komfortzelte mit fließend Wasser und WC zurück. Die erste Nacht in über 4.000 m Höhe. Durch unsere langen Aufenthalt in Keylong und aufgrund der durchgeführten Wanderungen/Touren bis hinauf auf 4.300 m haben wir alle keinerlei Probleme mit der Höhe.

 

10. Tag - 09.07.2008Darchu - Sonnenaufgang

 

Heute stehen uns etwa 10 -12 Stunden Fahrt bevor. So ertönt der Weckruf bereits mit Sonnenaufgang. Die ersten Strahlen überwinden den östlichen Bergkamm und tauchen die gegenüber liegenden kargen Felswände in goldenes Licht. Als sich ein paar morgendliche Wolkenschleier bilden, entwickelt sich ein phantastisches Spiel aus Licht und Schatten.

 

Nach kurzer Fahrt überqueren wir den Tsarap und überschreiten die Grenze zur Provinz Ladakh. Die Landschaft erscheint noch imposanter, gewaltiger und vielseitiger als gestern. Die Natur zeigt sich in seiner ganzen Erhabenheit. Gesteinschichten in unzähligen Variationen, Formen und Farben ragen steil hinauf. Die holprige Straße führt im Zickzack hinauf auf 5.030 m. Mit uns unterwegs sind Kolonnen von LKWs, meist Tanklastwagen, die sich im Schneckentempo hinauf quälen. Trotz der Wärme gilt es beim Überholvorgang schnellstens die Fenster zu schließen. In den stinkenden, schwarzen Abgaswolken möchten wir nicht ersticken. Auch nicht pechschwarz vom Ruß werden. Eine gesunde Sonnenbräune reicht. Ja, auch in dieser Höhe erreicht die Temperatur im Sommer deutlich mehr als 20° C und die gefühlte liegt bedingt durch die Strahlungswärme noch darüber. Selbst der ständig herrschende Wind ist bei Sonnenschein lau und hat keinerlei kühlende Wirkung.

 

 

Oben auf dem Lachalung La in 5.030 m Höhe angekommen, ist der Himmel bedeckt. Vielleicht weil ich es vergessen habe zu dieser Reise ein paar Bänder Gebetsfahnen mitzunehmen. Auf jedem zu Fuß oder per Fahrzeug erreichten Pass wurden bisher immer die hier unzählig flatternden Gebetsfahnen um eine weitere Fahnenreihe ergänzt. Om Mani Padme Hum!!!

 

Die staubige Piste schlängelt sich nun bergab. Bizarre Felsformationen hat die Natur am Wegesrand geformt. Nach kurzer Rast in einem Zeltrestaurant erreichen wir die Moore-Ebene. Ein atemberaubendes weites flaches Hochtal. 35 km geht es immer gerade aus. Mehre Fahrpisten verlaufen parallel. Der Versuchung zu einer Wettfahrt können unsere beiden Fahrer nicht widerstehen. Tempo, hoch wirbeln hinter jedem Fahrzeug die Staubwolken auf. Wer ist der Schnellste? Das Talende naht. Wieder zurück auf den Hauptweg und schon stecken wir im tiefen Sand fest. Alle Mühen unseres Fahrers bleiben trotz Anschieben, Matten und Steine unter die Räder legen, erfolglos. Immer tiefer graben sich die Hinterräder in den Sand ein. Auch das provisorische Abschleppseil reist beim Versuch das Auto heraus zu ziehen. Retter in der Not ist schließlich Lothar. Mit seinem richtigen Gefühl für das Gaspedal schaukeln wir den Wagen vor und zurück. Mit vereinten Kräften, der entscheidende Schwung und der Toyota ist befreit.

 

Wir verlassen die Hauptroute und zweigen zur etwas verspäteten Mittagspause zum Tsokar-See (4.540 m) ab. An den Ufern diese Salzsees wird noch heute Speisesalz abgebaut. In Thukje einer grünen Oase inmitten dieser Wüstenlandschaft stärken wir uns wider in einem typischen Zeltrestaurant, geführt von einer Familie aus Nepal. Hier in diesem weiten Hochtal befinden sich die Brutstätten der Schwarzhalskraniche, die in den Wintermonaten nach Bhutan in das Phobjika Tal, auf der Strecke zwichen Jakar und Wangdue Phodrang gelegen, auswandern (siehe Reisebericht 2007 - Kulturen im Himalya). Auch wilde Esel sind auf dieser Hochebene beheimatet. Leider steht nicht genügend Zeit zur Verfügung, um auf Safari zu gehen.

 

Die letzte Herausforderung des Tages ist der Taglang La. Mit seinen 5.330 m ist er der zweithöchste befahrbare Pass der Welt. Aber das Wetter ist uns nicht wohl gesinnt. Sind die vergessenen Gebetsfahnen der Grund? Jedenfalls zeigt sich der Pass als windige und kalte Gegend. Mühselig verläuft die Fahrt hinunter. Erst stecken wir im Stau einer Großbaustelle. Dann schleichen auf wir durch tiefe Schlaglöcher, Morast und zu umfahrenden Gesteinsbrocken auf dieser im Ausbau befindlichen Streckenabschnitt bergab. Über uns braut sich ein gewaltiges Gewitter zusammen. Kurz darauf prasseln Sturzbäche herab. Die Straße führt in eine tiefe Schlucht. Die dunkelrot gefärbten Felsen ragen steil aufwärts. Die ersten ladakhisch geprägten Steinhäuser, mit Gebetsfahnen auf dem Dach, tauchen am Wegesrand auf.

 

In Upshi erreichen wir das Tal des Indus. Von hier geht es zügig auf der gut ausgebauten Straße nach Leh. Erinnerungen an meine Reise im September vergangenen Jahres: Thikse, Shey, Leh. Den Weg zum Hotel „Holiday Ladakh“ kenne ich noch sehr gut und kann unseren Fahrer dort hin dirigieren. Im Hotel bin ich beim Personal noch in Erinnerung geblieben. Herzlicher Begrüßung, Verteilung der Zimmer und die erste Etappe dieser Reise ist beendet.

 

11. Tag - 10.07.2008

 

Erst um 08:30 haben wir uns zum Frühstück verabredet. Vom gestrigen Gewitter ist keine Spur übrig geblieben. Es scheint wieder ein herrlich sonniger Tag zu werden. Da ich Leh schon kenne, ziehe ich alleine los, während Lothar, Susanne, die Tobies ... mit Stenzing auf Sightseeing-Tour gehen. Auch hier, wie in Kathmandu, Bauboom: Abriss, Neubau. Der Um-/Neubau des Gebäudes in welchem die Büros von OVERLAND ESCAPE, Partner von LADAKH TRAVEL und HIMATREK untergebracht sind,ist noch nicht fertiggestellt. Man hat sich provisorisch im Rohbau eingerichtet.Leh - Ladakh

 

Nach einem Streifzug durch die Altstadt und über die lokalen Märkte finde ich ein Geschäft mit typisch tibetischen Gebrauchsgegenständen. Gebetsfahnen stehen ganz oben auf meiner Einkaufsliste für die bevorstehende Trekking-Tour. Hiermit bin ich nun gut eingedeckt. Ansonsten entspricht das übrige Angebot in Leh dem in Kathmandu. Schmuck, Figuren Textilien, Teppiche und sonstige Handwerkkunst: Made in Nepal.

 

Zum Abschluss dieses Tages noch ein paar Worte zum Wetter: Den ganzen Tag knallt die Sonne herab. Die gefühlte Temperatur bei mindestens 30°C, aber die Luft ist ausgetrocknet, kein Fitzelchen Feuchtigkeit, somit auch kein durchgeschwitztes T-Shirt am Abend. Trotz der Höhe von 3.500 m bleibt es auch in der Nacht recht mild.

 

12. Tag - 11.07.2008

 

Strahlend blauer Himmel. Die Sonne scheint ungehindert durch die dünne Atmosphäre herab. Kurz oberhalb von Leh starten wir zur Wanderung in das Nachbartal. Bereits nach wenigen Höhenmetern liegt uns die grüne Oase Leh zu Füßen. Wir selbst stehen in einer trostlosen Steinwüste. Doch zwischen Granitfelsen, Geröll und Sand die kleinen Wunder der Natur. Kleine Blümchen, einzelne grüne Büsche, ein paar Salamander in Tarnfarbe, die nur schwer auf dem steinigen Pfad zu erkennen sind. Zwei Hirtinnen treiben eine Herde Schafe zu den kargen Weideplätzen hinauf. Wir nähern uns dem Grün von Sabu. Gelber Wüstensand steht im Kontrast zum satten Grün der Felder und Weiden. Den Hintergrund bildet die dunkelgraue Gebirgskette des Stockmassives.

 

 

Inmitten dieser üppig mit Bäumen bewachsenen und von einigen Bachläufen durchzogenen Oase liegt am Berghang die kleine Tashi-Gephel-Gompa. Das alte Kloster ist leider geschlossen, da sich am heutigen Feiertag (Freitag) Mönche und Bewohner im neu erbauten Kloster versammelt haben. Hier haben wir mehr Glück. Der Lama wird in den kommenden Tagen zum jährlichen Sommerfest erwartet. Zu diesen Feierlichkeiten haben die Mönche mit der Erstellung des Mandala aus buntem Sand begonnen. Dieses noch nicht fertig gestellte Werk dürfen wir bewundern.

 

 

Nachdem ich mir bereits gestern eine wohltuende Rücken-/Nackenmassage gegönnt hatte, lasse ich mich heute 1 ½ Stunden von Kopf bis Fuß für gerade mal 10 EUR von einem guten Masseur durchkneten. Anschließend geht es zum Barbier, deren Zunft in Nähe der alten Moschee liegt. Ohne Feilschen wird mir die Rasur für 20 Rupien (ca. 30 Cent) angeboten.

 

Trifft heute endlich Nachricht von daheim ein? Wieder Fehlanzeige! Per Zufall komme ich dahinter, dass eingehende Emails auf meiner internationalen HIMATREK-Adresse automatisch auf meine Adresse zu Hause weiter geleitet und im Posteingang gelöscht werden. Diese Regel hatte ich mit Govinda bei meiner Abreise aus Kathmandu Ende April vereinbart. Schreibt meine Tochter Tanja mir eine Nachricht, so schreibt sie sich selbst. Fehler erkannt, Änderung vorgenommen und Tanja wird informiert.

 

Im Laufe des Abends wird es merklich kühler und windiger. Da ich zum Abendessen noch unterwegs war, erfahre ich später von Klaus, Lothar und Tobi, die ich auf der Terrasse antreffe, dass wir morgen bereits um 6 Uhr nach Hemis zum Klosterfest aufbrechen werden. Frühstück um 5:30 Uhr.

 

13. Tag - 12.07.2008

 

5 Uhr, kein Strom, die Stirnlampe spendet genügend Licht zum Zähne putzen und zum Anziehen. Draußen ist alles grau in grau. In der Nacht hat es geregnet. Nach einigen Tagen schlüpfe ich deshalb in lange Jeans und festes Schuhwerk. Während der Fahrt nach Hemis tröpfelt es vor sich hin. Ab etwa 4.000 m sind die umliegenden Berge mit Puderzucker (Schnee) bestreut.Tanka Hemis

 

Mit 500 Mönchen ist Hemis das größte und  wohl auch das reichste Kloster in Ladakh. Dort sind für uns bereits Plätze mit guter Sicht auf den Festivalplatz reserviert, denn die überwiegende Zahl der Besucher sind Touristen. Die Ränge füllen sich. Fotografen aus aller Herren Länder drängen schwer bewaffnet mit riesigen Kameras und Teleobjektiven in den Innenhof. Der rücksichtslose Kampf um die besten Plätze beginnt. Fand da nicht auch in Bhutan im Oktober 2007 das große Gefecht der Objektive statt? Jedenfalls behalten wir hier oben einen sehr guten Überblick.

 

Endlich hat das Warten sein Ende. Gegen 10 Uhr eröffnen die Tröter mit ihren langen Hörnern das Fest. Die farbenprächtigen, religiösen Tänze beginnen. Bunte Gewänder und Masken bewegen und drehen sich zum für uns ungewohnten Klang tief brummender Hörner, Schellen und hell klingender Zimbeln. Die ritualen Darbietungen erzählen von Leben und Tod, dem Sieg des Guten über das Böse. Zur Auflockerung der Darbietungen mischen sich Spaßmacher unter die Darsteller, auch unter die Zuschauer, um ein paar Spenden einzusammeln.

 

 

Da auch nach der Mittagspause der Himmel seine Pforten nicht schließen mag, kehren wir am frühen Nachmittag zurück nach Leh. In Anbetracht der Wetterlage habe ich vorsorglich ein Regencape für die bevorstehende Trekkingtour gekauft. Endlich, nach der Umstellung des Posteingangs meiner Email-Adresse, treffen die lang erwarteten Nachrichten von zu Hause ein. Nun kann ich mich beruhigt für die kommenden Tage abmelden.

 

14. Tag - 13.07.2008Indus

- siehe hierzu meinen Reisebericht 2007, 15. und 16. Tag -

 

Die Sachen für das Trekking sind schnell in der Reisetasche verstaut. Alle nicht benötigten Dinge bleiben im Koffer, der hier im Hotel deponiert wird. ... und die Sonne hat uns lieb! Entlang des Indus, der sich wie die Straße durch eine grandiose Sand- und Steinlandschaft windet erreichen wir Alchi mit seiner 1000 Jahre alten Tempelanlage. Die Tempel bewahren einige der wertvollsten Kunstschätze des westlichen Himalaya. Gegründet vom tibetischen Reformer Richen Zangpo lies dieser die Tempel von kaschmirischen Künstern ausschmücken. Hiervon zeugen u.a. die riesigen Statuen im dreigeschossigen Semtsek-Tempel und die hervorragend detailierten Wandmalerein und Standbilder.

 

Alchi

 

Nach der Mittagsrast verlassen wir das Tal des Indus und zweigen in ein enges Seitental ab. Steil ragen die schroffen Felswände auf, durch die sich die schmale Straße hinauf windet. Als sich das Tal etwas weitet, befinden wir uns im Moon Valley mit seinen bizarren Auswaschungen. Gewaltige, urzeitliche Kreideablagerungen treten in den seltsamsten Formen zu Tage. LamayuruOben vor dem Fatu-Pass erhebt sich Kloster Lamayuru (3.525 m), dessen Geschichte auf das 11. Jahrhundert zurück geht. Mächtig thronen die Gebäude auf ausgewaschenem steil abfallenden Sandsteinen, den sogenannten Schornsteinen.

 

Wie im vergangenem Jahr beziehen wir Quartier im klösterlichen Gasthaus. Am späten Nachmittag steigen wir durch die Klosteranlage zum hoch gelegenem Chörten hinauf. Von hier haben wir einen herrlichen Rundblick über diese einmalige erodierte Felslandschaft. Inzwischen sind Regenwolken aufgezogen und die ersten Tropfen fallen, als wir ins Gasthaus zurück kehren.

 

Esel15. Tag - 14.07.2008

 

Es regnet, auch das noch gleich zum Start des Trekking. Da die heutige Etappe nach Wanja recht kurz ist, bleibt nach dem Frühstück genug Zeit, das Hauptgebäude des Klosters mit seinem im ersten Stock befindlichen Gankhang, den Raum der zornigen Schutzgottheiten zu besichtigen. In der großen Versammlungshalle hält ein einsamer Mönch seine morgendliche Puja. Wir gesellen uns hinzu und bitten um besseres Wetter und unser Wunsch wird erfüllt. Als wir das Kloster verlassen, hat der Regen aufgehört und etwas später löst die Sonne die verbleibenden Wolken endgültig auf.

 

20 niedliche Esel stehen bereit, die unser Gepäck, Zelte, Küchenausrüstung und Verpflegung für die kommenden Tage tragen werden. 3 Eselkinder, deren langen Ohren schon voll ausgewachsen erscheinen, werden brav hinter ihren Müttern her trotten. Drei Eseltreiber sind für die Tiere verantwortlich. Neben Stenzing besteht unser Begleitteam noch aus 5 weiteren Personen. Nurboo als Guide-Assistent, dem nepalischen Koch Tulak mit seinen 3 Küchenhelfern Tsewang, Lobsang und Sajan.

 

Zunächst geht es hinunter durch das Dorf zum rauschendem Bach, den wir eine Weile abwärts folgen. Durch ein schmales, schluchtartiges Tal geht dann wieder bergan. Beidseitig ragen schroffe Gesteinswände auf. Ablagerungen verschiedener Art, Zusammensetzung und Farbe erzählen von der Geschichte der Erde. Mit dem 3.726 m hohem Prinkiti La überqueren wir den höchsten Punkt dieses Tages. Das erste Band der in Leh erworbenen Gebetsfahnen flattert nun munter mit vielen weiteren im Winde, bevor wir den recht steilen Abstieg durch eine ausgetrocknete Schlucht hinunter nach Shilla in Angriff nehmen. Mit uns sind einige weitere Gruppen und Individual-Trekker unterwegs, denn dieser Trek ist recht populär und wird auch gerne in umgekehrter Richtung gewandert. In Wanla (3.260 m) am Ufer des Yapola sind die Campingplätze recht gut belegt. Schnell sind die Zelte aufgebaut. Im Küchenzelt, beginnt das Team mit den Vorbereitungen zum Abendessen.

 

Oberhalb von Wanla erhebt sich der Tempel Tschu Tschik Schal, der aus der gleichen Epoche wie die Tempelanlage von Alchi stammt. Dieses lohnende Ziel lassen wir uns nicht nehmen und unternehmen nach dem Nachmittagskaffee bzw. -tee mit Keksen einen Verdauungsspaziergang dort hinauf. Anschließend bummeln wir durch das Dorf. Eine Schnitzerei lädt zum Besuch ein. Wäre da nicht das Transportproblem, hätte ich eines der kunstvoll gearbeiteten Gebetstischchen gekauft.

 

 

16. Tag - 15.07.2008

 

Iiih-aaah, Iiih-aaah. Im Stundentakt melden sich unsere kleinen vierbeinigen Helfer währen der Nacht. Es scheint, dass alle der 23 Esel sich einmal melden müssen: „Hallo ich bin noch da“.

Lang ist der Weg. Durch die karge Landschaft zieht sich der Weg über mehr als 25 km dahin. Erst auf Asphalt, dann auf Schotter führt die Straße ständig leicht ansteigend am Yapola entlang zur Siedlung Phenjilla. Erbarmungslos brennt die fast senkrecht stehende Sonne auf uns herab. Schatten sucht man vergeblich. Entschädigt werden wir von der grandiosen Landschaft mit ihren zerklüften Felswänden. Zur Mittagspause flüchten wir in ein kleines Wäldchen am Ufer des Yapola. Endlich bleibt die Schotterstraße hinter uns zurück. Durch grüne Wiesen und Felder erreichen wir Phenjilla, durchschreiten das Dorf und erreichen nach etwa einer Stunde den Lagerplatz nahe Hinju (ca. 3.900 m).Zelte

 

In Reih und Glied stehen unsere Zelte auf einer kleinen Wiese direkt am Ufer. Es ist eine günstige Gelegenheit, hier im rauschendem Bach ein erfrischendes Bad zu nehmen. Die Eselchen weiden heute etwas abseits, so dass eine ungestörte Nacht bevorsteht. Zuvor serviert das Küchenteam, wie auch gestern, ein umfassendes mehrgängiges Menü. Zum Start die heiße Suppe, dann verschiedene Köstlichkeiten aus tibetischer und indischer Küche und schließlich die Nachspeise.

 

 

17. Tag - 16.07.2008

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück, werden die Trinkflaschen mit abgekochtem Wasser aufgefüllt. Das Gepäck ist schnell in den Trekkingtaschen verstaut und der Tagesrucksack mit dem von der Küche zubereitetem Lunchpaket und 2 l Getränk gepackt. Heute, nach der zweiten Zeltnacht, hat sich das Campingleben eingespielt. Nun sind gut 1.000 Höhenmeter zum Kongski La (4.920 m) zu bewältigen.

 

Über Bergweiden führt der Weg zunächst mäßig aufwärts. Da wir frühzeitig aufgebrochen sind, bleibt die Sonne noch eine Weile hinter den Bergen verborgen. Im Schatten findet man schnell den richtigen Gehrhythmus, immer langsam, Schritt für Schritt. Die Luft ist angenehm warm und nachdem der Körper seine Betriebstemperatur erreicht hat und die ersten Sonnenstrahlen über den Bergkamm blitzen, verschwindet die Fleece-Jacke im Rucksack. T-Shirt/Hemd und kurze Hose reichen, aber bitte gut eincremen (Faktor 30) und die Kopfbedeckung nicht vergessen. Die Sommerweiden bleiben zurück, die Vegetation wird karger. Einzelne Blumenbüschel, die im staubigen Geröll blühen, erfreuen das Auge. Der Aufstieg wird steiler. Der Pfad windet sich nun im Zickzack hinauf. Einen und dann noch einen Gang zurück schalten, tief durchatmen. Einige Muli- und Pferdekarawanen überholen uns. Auch die etwas langsameren Esel holen uns ein. Wo ist den nun der Pass? Nach der nächsten Kurve sollte er doch erreicht sein, oder? Endlich, da vorne flattern die unzähligen Gebetsfahnen.

 

 

Wir stehen auf dem Höhepunkt unser Reise, kapp 5.000 m hoch. Zum Erstürmen nahe, erhebt sich das Massiv eines unbekannten schneebedeckten Gipfels. Weit in der Ferne, tief unten im Tal das Schotterbett des Baches, wo unser Lager stand. Zur wohlverdienten Brotzeit hole ich zur Überraschung aller Anwesenden den Schinken aus meinem Rucksack. In der dünnen Atmosphäre hat sich die Vakuumhülle aufgebläht. Dies erleichtert das Entpacken. Zum Glück hat irgendwer ein gescheites Messer zu Hand, um den Schinken mundgerecht aufschneiden zu können. Aber die redlich verdiente Pause hat ein Ende, denn vor uns liegt noch ein langer Abstieg hinunter nach Sumda Chenmo.

 

Der Weg zieht sich. Die Felsenformationen zeigen sich in allen denkbaren Farben, von dunkelrot über braun, ocker, gelb bis hin zum hellblauen türkis. „The united colours of Himalayan”. Die Weiden werden üppiger und sind mehr und mehr mit blühenden Büschen durchsetzt. Eine wahre Farbenpracht. Endlich liegt das ersehnte Lager vor uns. Die Beine sind schon schwer und müde, doch hier gibt es keinen Platz mehr. Die letzten Kräfte mobilisieren, die Zähne zusammen beißen und weiter geht es am Ufer des Sumda entlang, den wir auch noch 2 mal barfuss durchwaten müssen. Etwa eine gute Gehstunde weiter finden wir schließlich auf einer großen Wiese einen gemütlichen Lagerplatz (ca. 3.900 m). Als erstes raus aus den Schuhen. Welch eine Wohltat nach knapp 8 Stunden Gehzeit. Bis die Sonne hinter den Felswänden verschwindet, genießen wir die letzten Stunden des Tages. Die einen möchten noch den letzten Sonnenstrahl erhaschen. Ich bevorzuge den Schatten, Sonne satt.

 

Himalaya Rosen18. Tag - 17.07.2008

 

Vom Rest des Schinkens und den restlichen Eiern haben Tulak und sein Küchenteam zum Frühstück ein deftiges Rührei zubereitet. Von nun an müssen wir auf Eierspeisen verzichten, denn diese sind der Hitze der vergangenen Tage zum Opfer gefallen. Wir erfreuen uns des strahlend blauen Himmels und der Tatsache, dass die heutige Etappe eine Stunde kürzer ausfallen wird, denn gestern mussten wir ja entsprechend länger unterwegs sein.

 

Bereits gestern hatten wir die in voller Blühte stehenden Dornenhecken am Wegesrand entdeckt. Heute zieren diese rosarot blühenden Himalaya-Rosen, der Name stammt von mir, den Weg. Im Auf und ab, geht es beständig tiefer das Tal hinunter. Da stehen wir nun am Bachlauf und vor uns ein steiler Berghang. Stenzing deutet hinauf, da geht es hoch. Das kann doch wohl nicht wahr sein! Sollte es doch heute eine kurze Etappe sein. Wie eine Perspektive täuschen kann, zeigt sich als wir eine Stunde später, pünktlich zur Mittagspause auf dem Lanak La (ca. 4.100 m) stehen. Vor dort geht es auf ebenem Weg recht schnell zum Dundunchen La Base Camp.

 

 

Da wir recht frühzeitig eintreffen, können wir noch den besten Platz für unser Lager aussuchen. Vergeblich suchen wir hingegen etwas Schatten. Die Sonne steht fast senkrecht und kein Lüftchen ist zu spüren. Im Zelt ist es zu warm. Nur die Dornenhecken, meine Himalaya-Rosen, spenden etwas Schatten. Spielen wir halt Dornröschen. Lothar hat inzwischen die Temperatur gemessen. Hier in 4.000 m Höhe beträgt die Lufttemperatur 30 °C. Auch des Nachts kühlt es kaum auf unter 15 °C ab. Am Nachmittag schieben sich ein paar Wolken vor die Sonne und die Temperatur wird angenehmer.

 

KuchenTeamHeute ist der letzte Abend unserer Trekking-Tour. Traditionell wird gefeiert, denn es heißt auch Abschied von den Eseltreibern und dem Küchenteam zu nehmen. Letzteres hat keine Mühe gescheut, mit dem heutigen Abendessen alle vorherigen zu übertreffen. Hervorzuheben die knusprigen goldgelben Bratkartoffeln und zum Abschluss der Kuchen! Alle sind im Gemeinschaftszelt versammelt, der Kuchen wir redlich geteilt und jeder unseres Teams erhält sein Trinkgeld. Dank an die hervorragende Küche, Dank allen fleißigen, immer hilfsbereiten Helfern.

 

19. Tag - 18.07.2008

 

Aufbruch zur letzten Etappe. Um 7 Uhr geht es los. Darüber, dass der Himmel dicht bewölkt ist, sind wir nicht einmal so unglücklich. Vor uns erhebt sich der Dundunchen La, dessen Höhe von 4.700 m zu überwinden ist. Lieber nehmen wir ein paar Regentropfen in Kauf, als die glühende Hitze der zurückliegenden Tage. Nur ganz kurz kommen die Regencapes zum Einsatz. Ich mag diese Plastik überhaupt nicht, denn darunter wird man durch Schwitzen genau so nass wie im heftigen Regenguß.

 

Jedenfalls haben wir bereits um 10 Uhr die Passhöhe erreicht. Die Wolkendecke reist auf. Mit dem langen Band der zusammen geknüpften Gebetsfahnen, die unsere Zelte auf jedem Campingplatz  Nacht miteinander verbanden, stürmen Nurbo, unser stets hilfsbereiter Guide-Assistent und einer unserer Küchenhelfer den steilen Hang hinauf. Hier oben in luftiger Höhe überspannen diese nun einen Felsturm und ein Felsband mit den berühmten 3 Streifen. Mögen deren aufgedruckten Gebete vom Wind fortgetragen und erhört werden.

 

Durch eine farbenprächtige Felslandschaft mit stellenweise blühender Vegetation steigen wir 1.500 m ab. Sonne, Wolken und zwischendurch ein kräftiger Schauer, wechseln sich ab. Gegen 14 Uhr treffen wir in Chilling ein. Von hier kann man die Trekkingtour in 3 Tagen bis nach Stok fortsetzen. Für uns endet sie hier und nach 5 Tagen genießen wir das kühle Bier. Die Fahrzeuge zur Rückfahrt stehen bereit. In Leh wartet die Dusche.

 

20. Tag - 19.07.2008

   Ausschlafen, dann ein Email nach Hause schicken. Hier in Leh ist es heiß. Zu Mittag treffe ich mich mit Susanne und Lothar beim „Nepali“. Nichts gegen das Essen im Hotel, aber Momo, Papad, Pakoda in verschieden Variationen, darauf will man nicht verzichten. Auch zum Abendessen zieht es mich wieder nach Leh hinein. Zufällig treffe ich dort unseren Meisterkoch Tulak und lade ihn zum Essen ein. Es wird ein netter Abend. Tulak ist von Mai bis September hier bei OVERLAND fest angestellt. Zum Saisonende in Ladakh fährt er ca. 6 Tage mit dem Bus nach Nepal zurück. Mit seiner Familie wohnt er in Bodnath und ist dort als freiberuflicher Koch tätig.

 

Waage21. Tag - 20.07.2008

 

Meine Mitreisenden fliegen bereits heute zurück nach Delhi, um von dort noch einen Ausflug nach Agra zu unternehmen. Ich bleibe lieber noch einen Tag in Leh, denn ich mag die schwüle Hitze in Indien und in Delhi sowieso nicht. So kann ich noch mal richtig ausschlafen und anschließend Leh genießen. Doch um 5.30 hämmert der Hotelboy an meine Tür: „Sir, Taxi is waiting“. Etwas schlaftrunkend mache ich ihm klar, dass ich erst morgen nach Delhi fliege. Zwecklos, nach 15 Minuten klopft es schon wieder. Dann ist wohl alles geklärt.

 

Nach dem Frühstück, starte ich zum Bummel durch Leh. Zwischendurch treffe ich mich mit Tundup, dem Manager von OVERLAND, am Abend schließlich mit Stenzing zum verabredeten Abschiedessen. In 2 Jahren möchte ich gerne wieder eine Tour durch Ladakh unternehmen. Diese Reise könnte „Das unbekannte Ladakh“ heißen.

 

22. Tag - 21.07.2008

 

Alle Wege nach Hause führen über Delhi. Die Zeit bis zum morgigem Rückflug „überlebe“ ich im Hotel „Park“.

 

23. Tag - 22.07.2008

 

Pünktlich werde ich abgeholt und zum Hotel „Swati Delux“ gebracht, wo ich die 8 Agra-Ausflügler antreffe. Der Ausflug mit Besichtigung von Taj Mahal, dem Red Fort und der verlassenen Stadt Fatehpur Sikri hat sich gelohnt, wird mir von allen bestätigt. Mit dem wartenden Bus geht es zum Flughafen. Über Dubai fliegen wir nach Düsseldorf zurück. Pünktlich landen wir gegen 20 Uhr in der Heimat. Ein recht langer Tag geht zu Ende nachdem ich etwa 2 Stunden später wieder daheim bei Dorlis in Gelsenkirchen bin. Morgen kommen die Kinder und Enkel zu Besuch. Freuen sich doch die Kleinen ihren Opa Yeti wieder zu sehen. Doch ehrlich, nach dieser Reise bin ich glücklich wieder bei der Familie zu sein.

 

 

In 1 ½ Wochen, am 1. August, wird Govinda (HIMATREK, Nepal) aus Kathmandu in Frankfurt eintreffen.
 Einige Vorbereitungen für seinen Aufenthalt sind noch zu treffen.

 

Am 1. Oktober werde ich wieder in Richtung Himalaya starten.
Dort gilt es weitere neue/alternative Wege im Langtang, Helambu und Ganesh Himal zu erkunden
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