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Nachtrag und Neues
Nepal: Chitwan Hills Bhutan: Land des Donnerdrachen
Reisebericht 08.02.07 - 02.03.07
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Vorwort
In meinen letzten Reiseberichten, habe ich auf eine Einleitung verzichtet. Ich hielt es für überflüssig. Doch zu dieser Reise bedarf es vielleicht einiger Anmerkungen bzw. Hinweisen. Ursprünglich war diese Reise nur nach Nepal geplant. Kurzfristig ergab sich dann die Möglichkeit, an der ausgeschriebenen Reise unseres Partner LAYA TOURS & TREKS teilzunehmen.
Somit konnte ich in Nepal mit meiner HIMATREK-Familie den Homestay Trail „Chitwan Hills“ in Ergänzung zur Tour im Oktober 2006 ins Annapurna zu den Gurung testen. Anschließend ging es dann gen Osten in das mystische Königreich Bhutan, um gemeinsam mit Beate und Dorji tief in das Land des Donnerdrachen bis nach Bumthang vorzudringen.
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© Klaus TöpferHIMATREK Gelsenkirchen, Juni 2007 |
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1. Tag - 08./09.2.2007
... aber zuerst einige kalte Duschen. Nachdem mein reservierter Platz an Bord der QATAR patsch nass war und ich mir fast einen feuchten Hintern geholt hatte, bekomme ich von der Stewardess einen trockenen Sitz in der letzten Reihe, wie gewünscht am Gang, zugewiesen. Jetzt ergießt sich ein Glas kaltes Wasser in meinen Nacken. Man entschuldigt sich und mit einigen Tüchern werde ich getrocknet und darf mein Wunschgericht vorab ordern. Alles halb so schlimm, denn in der vollen Maschine ist mein Platz einer der wenigen, dessen Fenstersitz frei bleibt. Nici, das Krokodil, ein Geschenk von meiner Tochter Tanja, die Mitte März meinen Enkel Nick erwartet, habe ich mit auf diese Reise genommen. Neugierig schaut er aus der Brusttasche meines Hemdes. Draußen regnet es in Strömen und nach dem Stress der letzten Wochen ist es die richtige Zeit in das Land der Yeti, dem Himalaya, zu flüchten.
Es dämmert bereits als wir in Doha aufsetzen. Die Wartezeit bis zum Weiterflug nach Kathmandu verschlafe ich weitestgehend bei Musik aus meinem MP3-Player in der nun endlich fertig gestellten Wartehalle. Um 8:15 geht’s es an Board des A300, der bis zum letzten Platz ausgebucht ist. Obwohl noch keine Saison ist, sind die Gepäckfächer bis zum Bersten gefüllt. Die meisten Passagiere sind Nepali, die in den Emiraten arbeiten. Ich bin froh nur ein kleines Handgepäck dabei zu haben, da QATAR für Trekker, die nach Kathmandu fliegen, 30 kg Freigepäck erlaubt.
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2. Tag - 10.2.2007
Den Nachmittag trödle ich allein durch Thamel und stelle fest, dass gegenüber meinem Besuch im Herbst 2006 einige bauliche Fortschritte stattgefunden haben. So sind inzwischen die Straße und die Bürgersteige, die entlang des Königpalastes von Touristenzentrum Thamel zum Durbar Hotel führen, fertig gestellt. |
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Nach 2 1/2-stündiger Fahrt mit dem Taxi unseres Freundes Shayam erreichen wir Hagdi Bazar (309 m), dem Ausgangpunkt zum Chitwan Hill Homestay Trail. Eine neue Route, auf der wir wie im Herbst beim getesteten Gurung Trek im Annapurna bei Einheimischen übernachten werden. Mit dabei ist Govinda 2, der ein paar Tage Zeit hat. Ursprünglich war es geplant, diese Tour mit all unseren Guides durchzuführen. Doch einerseits braucht Prasanta Unterstützung in Kathmandu, andererseits sind z.B. Rudra und Dav in Pokhara zur Hochzeitfeier eingeladen. Der Februar ist in Nepal einer der beliebtesten Monate zur Heirat.
Aufgrund der dicken Wolkendecke wird es bereits am Nachmittag dämmerig. Bis nach Hatibang liegen noch mindestens 2 Stunden Fußmarsch vor uns, so dass wir beschließen, in Jarapuri zu übernachten. Mein Zimmer liegt direkt hinter dem kleinen Dorfladen und hat einen separaten Ausgang zum Toilettenhäuschen. Beide Govindas werden im Haupthaus über der Küche ihr Lager aufschlagen. Nach einem aufwärmenden nepalischen Milchtee beginnt die junge Mutter des Hauses auf der Feuerstelle, die sich draußen auf der Veranda des Hauses befindet, mit der Vorbereitung des Abendessens. Das mehrgängige Menü startet mit Pellkartoffeln, die wie üblich mit Salz und Chilly gewürzt werden. Danach folgt das Nationalgericht der Nepali: Dhaal Bhaat (Reis und Linsen) mit allen nur erdenklichen Beilagen.
Ach ja, da war heute morgen noch etwas. Schalke hat 2:0 gegen Herta BSC gewonnen und bleibt somit Spitzenreiter der Bundesliga.
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Vielleicht werden Träume wahr.
Gerald Asamoah erzielt bei seiner Einwechslung im Spiel gegen Nürnberg
(32. Spieltag) den Siegestreffer und Schalke ist „Deutscher Meister“.
Good morning Papa. Der Traum ist zu Ende (und
wird ein Traum bleiben). Die Sonne scheint und endlich sind sie
sichtbar: Annapurna 2, Manaslu und Ganesh Himal. Zum Frühstück wird
knuspriges, frisch gebratenes Maisbrot mit Honig gereicht.
Am Abend freut sich die Gemeinde auf die Abwechslung, uns eine folkloristische Darbietung geben zu können. Obwohl es nach Einbruch der Dunkelheit recht kühl wird, nutzt man diese Gelegenheit des Beisammenseins bis in die Nacht hinein. |
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5. Tag - 13.2.2007
Um 4 Uhr in der Frühe weckt uns
Govinda. Ein klarer Sternenhimmel wölbt sich über uns. Es lohnt die
harten Bretterbetten zu verlassen und zum Sonnenaufgang nach Siraichuli
(1.946 m) aufzubrechen.
Verabredungsgemäß hat unser Wirt aus Hatibang am nahe gelegenem Shiva-Tempel das Frühstück für uns zubereitet. Wie er dies pünktlich mit Helfer geschafft hat, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben. Wir erfreuen uns am heißem Tee, Hirsebrot und Kartoffelsalat mit Ei. Hirsebrot, knusprig, schwarz, rund und platt wie ein kleiner Kuhfladen aussehend, schmeckt mit Honig hervorragend.
Ein Gewaltmarsch steht bevor, den Nebel, Nieselregen und ein paar kräftige Schauer begleiten werden. Bevor wir die Fahrstraße nach Shaktikhor erreichen, wird von uns noch etwas Kletterei im 3. Schwierigkeitsgrad auf matschigem und rutschigem Grund eines Behelfsweges abverlangt. Der ursprüngliche Weg ist einem Bagger und einer Raupe zum Opfer gefallen, mit denen ein neuer Weg gebaut wird. Von hier sind es etwa eine Stunde bis zur Lodge, die wir unter ständigem Grollen des herannahenden Gewitter doch noch trockenen Fußes erreichen. Gerade eingekehrt öffnen sich die Himmelsschleusen. Gut 15 Stunden waren wir heute unterwegs. Todmüde und mit schmerzenden Fußsohlen fallen wir in die Kojen und nehmen das draußen tobende Unwetter kaum wahr. Übrigens, unser Guide aus Hatibang hat diese ganze Tour in Badelatschen bewältigt.
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Land unter! Nicht nur vor der
Haustür, sondern auch im Zimmer haben sich einige Pfützen gebildet.
Petrus und die Wettergötter gießen weiterhin mit vereinten Kräften. Ist
der Monsun bereits ausgebrochen? Normalerweise ist der Februar einer der
trockensten Monate in Nepal.
Ist man in Chitwan, so ist es die
Pflicht eines jeden Besuchers, die Elefanten-Zuchtstation zu besuchen.
Die meist im Herbst geborenen Babys (siehe meine Reiseberichte aus den
Jahren 2003 und 2005), sind nun schon Kleinkinder. Das Jüngste ist 3
Monate alt und sucht noch Schutz bei Mama.
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Die Mitarbeiter des Tiger Camps
haben ein neues Programm entwickelt. Eine halbtägige Jeep-Safari führt
durch weite Teile des Nationalparks mit seiner recht vielseitigen
Vegetation und Tierwelt. Nebelschwaden wabern noch entlang des Ufers,
als wir gemeinsam mit einem weiteren Gast aus China, den Rapti im
landestypischen Einbaum überqueren. Dort wartet bereits unser Fahrer im
Geländewagen. Unser Guide und Govinda haben sich auf dem Dach der
Fahrerkabine nieder gelassen, während ich die hintere Trittfläche über
der Stoßstange bevorzuge. Es geht hinein in die Wildnis.
Steppenlandschaft mit mannshohem Gras, tropischer Urwald, Lagunen und
Wälder wechseln untereinander ab. Pfauen und Rotwild kreuzen unseren
Weg. In den Lüften gleiten Störche und Adler. Gibbon-Affen blicken auf
uns hinunter und schwingen von Ast zu Ast.
Zurück zum Camp müssen wir wieder den Fluss überqueren. Aufgrund des niedrigen Wasserstandes kann das Boot nicht am Ufer anlegen. So waten wir barfuss im seichten und warmen Wasser zur Flussmitte. Dort nimmt uns der Bootführer in seinen schwankenden Kahn auf und bringt uns die letzten Meter zum Strand hinüber, wo gerade einige Elefanten ihr Bad nehmen. Mit einem lokalen Kleinbus starten wir zur Rückfahrt nach Kathmandu, das wir gegen 19 Uhr erreichen. |
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Bis zum Nachmittag ist dieser Tag mit Büroarbeit verflossen. Gratulation an Govinda 2. Er ist letzte Nacht Vater eines Sohnes geworden, 6 Wochen zu früh und 2.000 g schwer. Mutter und Kind sind wohlauf. Die Namensgebung des Kindes wird in etwa 14 Tagen durch einen Astrologen und einen Priester erfolgen. Den hinduistischen Geboten folgend, wird sich die gesamte Familie, dazu zählen alle Anverwandten, wie bei Todesfällen, in den kommenden 10 Tagen zu Gebeten zurück ziehen und an keinem Fest aktiv teilnehmen.
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9. Tag - 17.2.2007
Heute scheint endlich einmal die Sonne. Nach getaner Büroarbeit sitze ich nun auf der höchsten Dachterrasse Kathmandus und lasse mir ein Garlic-Steak schmecken. Heute Nachmittag müssen wir noch zum Flughafen um unsere Kundin Sylvia aus der Schweiz abzuholen, die mit mir am kommenden Montag nach Bhutan reisen wird.
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Zum Losar-Fest, dem buddhistischen
Neujahr, begibt man sich in das tibetische Zentrum von Kathmandu nach
Bodnath mit seiner großen Stupa. Rudra, Bruder Prasantas, der Sylvia
heute morgen bereits durch Thamel, die Basarstraßen und zum Durbar
Square geführte, begleitet uns hierher. Mit seiner Unterstützung nehmen
wir das Erlebnis, mit lokalen Buslinien nach Bodnath zu gelangen, wahr.
Die Stimme in meinem Rücken kommt mir irgendwie bekannt vor. Das bärtige Gesicht am Nebentisch lässt mich zweifeln. Ist es Andrees (www.nepal-dia.de) oder nicht? Er ist es. Vor ein paar Wochen hatten wir uns per Email ausgetauscht, dass wir uns möglicherweise hier treffen könnten.
Nach Sonnenuntergang begeben wir uns auf den Rückweg. Sylvia setzen wir im Hotel ab und ich schwinge mich mutig auf den Rücksitz von Rudras Moped. Durch den dichten abendlichen Verkehr erreichen wir ungeschoren das Büro. Nur hätte ich wenigstens einen Pullover überziehen sollen und hoffe, dass ich mir im kühlen Fahrtwind keine Erkältung zugezogen habe.
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Nach knapp einer Stunde Flugzeit schwebt der kleine Airbus A319 auf Paro zu. Die Landeklappen und das Fahrwerk sind bereits ausgefahren, doch der Pilot muss die Maschine noch eine Weile durch die engen Täler manövrieren, bevor wir auf der kurzen Piste im längsten Tal Bhutans aufsetzen. Nach den üblichen Einreiseformalitäten nehmen uns Beate und Dorji von LAYA TOURS & TREKS, unserem HIMATREK-Partner, herzlichst in Empfang. Wir warten noch auf ein Ehepaar (Ingrid und Peter), die über den Veranstalter REISEFIEBER diese Reise „Auf den Spuren des Donnerdrachen“ gebucht haben. Bei strahlendem Sonnenschein und verschneiter Bergkulisse lohnt es sich, die Aufnahmen, die ich beim ersten Besuch Bhutans im Jahre 2005 geschossen hatte, zu wiederholen. Das Hotel, in welchem wir untergebracht werden, liegt am Berghang oberhalb Paros und bietet einen umfassenden Blick über das ganze Tal.
Heute am 3. Tag des buddhistischen Neujahr-Festes treffen wir einige Einheimische bei fröhlichem Tanz und Gesang an. Nichts läuft an diesem Tage ohne der Volksdroge Doma, ein Symbol für Geselligkeit. Hergestellt aus einem Stückchen Betel-Nuss und Kalkpaste, eingerollt in ein Blatt Betelpfeffer, steckt man sich dieses in den Mund und erfährt eine anregend-berauschende Wirkung.
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Die Fahrt von Paro nach Timphu wird
auf der schmalen Straße durch unzählige Baustellen behindert. Man rüstet
zur Feier des 100-jährigen Bestehens des Königreiches und der im
kommenden Jahr geplanten offiziellen Krönung des jungen Königs.
Zeitweise sind Straßenabschnitte nur in eine Richtung freigegeben. Bevor
wir lange im Stau stehen, nutzen wir die Möglichkeit, einen kleinen
Dzong am Wegesrand zu besichtigen. Der Paro Chu wird über eine
schwankende Hängebrücke überquert und ein schmaler Pfad führt hinauf zum
Eingang. Dieses Kloster ist unbewohnt und daher verschlossen. Trotzdem
treffen wir einen Jungen, der seine Oma bedächtig zum Kloster hinauf
führt. Von hier oben erkennen wir, dass sich der Verkehr langsam wieder
in Bewegung setzt. Wir sputen hinunter. In Chhuzom angekommen, der
Gabelung nach Indien, sind wir bereits zu spät.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Timphu. In einem Restaurant direkt neben der Kreuzung, auf welcher ein Polizist mit gekonnten Handzeichen den Verkehr regelt, holen wir das verspätete Mittagessen nach. Während meine Mitreisenden, Sylvia, Ingrid und Peter mit Dorji die Hauptstadt Bhutans erkunden, begeben Beate und ich uns ins Büro. Noch ist dies in der Wohnung. Der Umzug in ein neues Bürozentrum, direkt über dem Office der Druk Air, ist in Kürze geplant.
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Passend zum Geburtstag des Königs begrüßt uns ein herrlicher Sonnentag. Wir verlassen Timphu nach Norden und zweigen in ein wild romantisches Seitental ab, das am Fuße des Cheri-Bergs endet. Auf diesem thront das Cheri-Kloster aus dem Jahre 1619. Vor der zum Kloster führenden, in traditioneller Bauweise mit Türmen und Schindeldach erstellten Brücke, zweigen wir ab. An einem Bauernhof vorbei beginnen wir unsere Rundwanderung zum hoch gelegenem Kloster Tango. Seine Geschichte geht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Durch dichten Wald erreichen wir nach knapp einer Stunde Gehzeit die Anlage. Das Hauptgebäude besticht durch seine lieblichen Malereien, Schnitzereien und natürlich mit Blick auf die Gipfel und Schluchten des Lingshi Himal, dessen Trekkingroute von Paro kommend hier endet. Inmitten unzähliger im Winde flatternder Gebetsfahnen genießen wir das Gebirgspanorama. Zurück führt der Weg an einigen in die steilen Felswände gebauten Unterkünfte der Mönche vorbei, die an das berühmte Kloster „Tigernest“ nördlich von Paro in eine steil aufragende Felswand gebaut, erinnern.
Zurück auf dem Weg nach Timphu verlassen wir unser Fahrzeug und gehen ein weinig zu Fuß. Nach Überquerung des Timphu Cho über eine Hängebrücke kehren wir in der Schule für traditionelle Kunst ein. Dort werden Kinder in den überlieferten Mal- und Zeichentechniken unterrichtet. Leider sind derzeit Schulferien. So müssen wir uns mit den theoretischen Erläuterungen der Lehrerin begnügen.
Es dunkelt bereits, als wir in den Königpalast eingelassen werden. Möglicherweise bekommt Sylvia eine Audienz bei einer der 4 Königinnen des Königs. Sie hat einige Nachrichten und Geschenke aus der Schweiz, verschiedene Hilfsprojekte betreffend, zu übergeben. In Anbetracht der heutigen königlichen Geburtstagsfeier, bleibt Sylvias Gesuch erfolglos. Zumindest findet später in unserem Hotel ein Treffen mit einem königlichen Gesandten statt. Ich habe mehr Erfolg indem ich mir mit Dorjis Unterstützung beim lokalem Barbier die inzwischen 5 Tage langen Stoppeln abrasieren lasse.
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Auf mir bekannten Wege (2005) geht es durch dichte Rhododendron-Wälder hinauf zum Dochula Pass mit seinen 108 + 1 = 109 Chörten. In 3.050 m Höhe ist dieser Ort, wie vor 2 Jahren, noch mit Schneeresten bedeckt. Wir haben Glück, dass das Wolkenband vor dem Himalaya zeitweise aufreißt und die gewaltigen schneebedeckten Gipfel des östlichen Himalaya, darunter der 7.194 m hohe Masang Gang, sichtbar sind.
Weiter verläuft die Fahrt durch steile Täler. Die Straße windet sich in engen Kehren. Verfolgt werden wir einige Zeit durch einen mit getrocknetem Fisch beladenen Lastwagen. Entweder, oder. Kündigt sich der Gestank hinter uns an, sofort abfahren oder vorbei lassen und noch mindestens eine halbe Stunde warten. Nach Überquerung des 3.390 m hohen Pele La, geschmückt wie alle Pässe im Himalaya, geht es nun hinab nach Trongsa. Nach etwa 8 Stunden reiner Fahrtzeit erreichen wir das prächtige Angkhil Ressort, in welchem wir Quartier beziehen. Unter der Dusche versuche ich mich von den letzten nun kratzenden Überbleibseln des Kaktusses zu befreien.
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Am Berghang oberhalb des Mangde Flusses, direkt gegenüber unserem Hotel, liegt majestätisch die größte Dzong Bhutans. Ein architektonisches Meisterwerk in 2.200 m Höhe. In früheren Zeiten konnte einem dort stationieren Posten nichts entgehen. Noch heute ist jeder Reisende zu Lande gezwungen, diesen zu passieren. Zu unserer allgemeinen Überraschung findet heute sogar ein Klosterfest statt. In Trongsa und Umgebung ist somit Feiertag. Festlich gekleidet strömen die Anwohner zur Burg. Hinter den steil aufragenden Mauern verbirgt sich ein Labyrinth von Innenhöfen, Korridoren und 23 Tempeln. Auch wir wagen uns hinein und erleben die Vorbereitungen auf die Feierlichkeiten. Bürger und Mönche nehmen gemeinsam an der morgendlichen Andacht teil. Dumpf dröhnen Hörner und im Takt geschlagene Trommeln zum monotonen Murmeln der Mantras.
Ein Mönch präsentiert uns stolz eines der bereitliegenden Kostüme mit grausig aussehenden Göttermasken. Dann geht die Prozession weiter zum nächsten Gebäude. Mit knallender Peitsche treibt der Meister der Disziplin die Mönche zur nächsten Gebetshalle. Da der genaue Beginn der Tanzdarbietungen nicht fest steht, bleibt nichts anderes übrig als aufzubrechen, denn unsere Zeit ist etwas knapp. 2 Stunden Fahrt über den 3.400 m hohen Yotang La nach Bumthang stehen uns noch bevor.
Am Nachmittag richten wir uns für 2 Nächte in das rustikal und gemütlich eingerichtete Hotel in Jakar ein. Von der Terrasse haben wir einen wunderbaren Blick über das weite Tal. Wir nutzen die Zeit zu einen kleinen Bummel bis zu einen kleinen Laden, in welchem wir nicht nur örtliche Köstlichkeiten wie Pfirsichschnaps probieren können, sondern auch Schweizer Käse einkaufen. Der große Speisesaal ist für uns ganz allein hergerichtet, denn heute sind wir die einzigen Gäste. Morgen wird eine große Reisegruppe aus Polen erwartet, die Bhutan im „Schnelldurchlauf“ erlebt.
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16. Tag - 24.2.2007
Dieser Tag ist ausschließlich Bumthang gewidmet. Im Choskhor Tal stehen die Besichtigungen der herrlichen Klöster Kurjey, Jambey und Tamshing sowie der Dzong von Jakar an. Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeiten bitte ich Reiseführern zu entnehmen. Somit hier nur persönliche Erlebnisse.
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Wir verlassen die Ebene Bumthangs, die wie kaum ein anderer Ort in Bhutan so viele Klöster und Tempel auf engstem Raum vereint. Zurück an Trongsa vorbei, zweigen wir in das malerische Phobjika Tal ab. Die Straße hierhin windet sich durch dichte Wälder hinauf bis man schließlich die weite 3000 m hohe Ebene erreicht. Es ist eines der wenigen Gletschertäler Bhutans und recht sumpfig. Dieses Naturschutzgebiet ist die Heimat der seltenen Schwarzkraniche, die aus der tibetischen Hochebene kommend von Ende Oktober bis Ende März hier überwintern.
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In der Nacht hat es geschneit. Weiß
präsentiert sich die Landschaft. Die Morgensonne lässt den Schnee
alsbald dahin schmelzen. Im Kranich-Informationszentrum haben wir die
Möglichkeit die Tiere mit den dort aufgebauten Fernrohren ausgiebig zu
beobachten. In der Nähe befindet sich das Gantey-Kloster. Regen und
Schnee haben den Weg durch das Dorf in eine Schlammpiste verwandelt.
Trotzdem erreichen wir das größte Nyingma-Kloster des Landes. Im Jahre
1613 legte ein Enkel von Pema Lingpa den Grundstein für das Kloster.
Zur Zeit wird es vollständig renoviert. So bleibt nur die Möglichkeit,
eine kleinere Kapelle und den Gebetsraum in der das Kloster umgebenen
alten, recht baufälligen Befestigung zu besuchen.
Gegen Mittag erreichen wir Wangdue Phodrang. Beate ist mit Sylvia, die in Timphu zurückgeblieben ist, bereits eingetroffen. Am Nachmittag steigen wir zu einem alten Kloster, welches oberhalb der Stadt einsam auf einem Hügel steht, hinauf. Während des Aufstieges über einen kleinen, steilen Pfad genießen wir den Blick hinunter auf die Stadt mit ihrer gewaltigen Dzong. Etwas schwitzend oben angekommen, werden wir vom Lama des Klosters herzlichst begrüßt und zum Tee eingeladen. Mit ihm leben hier 6 Schüler im Alter von etwa 10 Jahren, die er unterrichtet. Er gibt uns die Erlaubnis im Innern des Klosters zu fotografieren. Die Abenddämmerung setzt bereits ein, als wir uns von diesem ruhigen, anmutigen Ort verabschieden. Den Abend verbringen wir schließlich in einer kleinen Bar im Zentrum Wangdues.
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Die Zeit verrinnt wie im Fluge. Am
Nachmittag sind wir zum zünftigen bhutanesischen Essen bei Freunden von
Beate und Dorji in einem nahegelegenen Bauernhaus eingeladen. Der
Abschied schmerzt, aber wir müssen heute noch nach Timphu zurück.
Spät abends erreichen wir unser Hotel, wo wir, wie an den meisten Tagen unserer Reise, die einzigen Gäste sind. Während Sylvia, Ingrid und Peter morgen noch Timphu besichtigen, dann nach Paro fahren und von dort aus am nächsten Tag das Tigernest besuchen werden, muss ich mich leider verabschieden, denn mein Flug geht bereits morgen zurück nach Kathmandu.
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20. Tag - 28.2.2007
Mit einigen Wenden und Kehren gewinnt der kleine Airbus in den engen Tälern an Höhe und dreht schließlich auf Westen zu. Vorbei an Kanchanjunga, Everest und weiteren 8.000ern, die sich leider hinter dicken Wolken verstecken, lande ich pünktlich in Kathmandu. Check in im Hotel Durbar und man ist bereits wieder beim Tagesgeschäft.
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21. Tag - 01.3.2007
Es gibt nichts Besonderes zu berichten. Klar, wir haben ein paar Hotels innerhalb von Thamel begutachtet. Alternativen, insbes. zum Manang mit inzwischen zugebauter Rückfront (siehe Reisebericht Oktober 2006).
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22. Tag - 02.3.2007
Wie jede Reise, geht auch diese einmal zu Ende. Am Abend starte ich von Kathmandu und bin pünktlich zum Geburtstag meiner Tochter Tanja am 03.3.2007 wieder zu Hause.
Jetzt warten wir alle auf Nick, der am 16.03.2007 das Licht der Welt erblicken wird |