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Nar Phu & Tilicho Zu den buddhistischen Siedlungen Nar und Phu
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Die Hitze Delhis haben Govinda und ich überlebt (siehe Zanskar-Bericht). Pünktlich landeten wir am 29.03.2011 in Kathmandu. Am 30.03. trudelt Petra aus Hamburg ein. Auf Gregor aus Essen warten wir vergeblich. Ist der Pechvogel doch ein paar Stunden vor Abflug beim Umzug seiner Tochter die Treppe hinunter gestürzt und hat sich einen Bänderriss zugezogen.
Endlich, es ist der 4. Anlauf zum Nar-Phu-Trek. Im Herbst 2009 vermasselte mein Unfall in Namche Bazar die Tour. Ein Jahr später fielen Petra und Gregor als Mitstreiter wegen Krankheit aus. Und im Frühjahr dieses Jahres verhinderten Schnee und Eis am Larke La die Umrundung des Manaslu und somit ein Treffen mit Gisbert in Koto. Aufgrund der Arbeit im Office kann Govinda an dieser Tour nicht teilnehmen. Wir starten zu Zweit mit Ganesh, Govindas Schwager, als Guide.
Da wir mit Camping-Team unterwegs sind, bietet es sich zwangsläufig an, den Rückweg über den Tilicho Lake nach Jomsom anzutreten.
HIMATREK
01. Tag - 03.10.2011
Auf gut bekannten Weg fahren wir mit dem Mini Van nach Beshi Sahar. Neben Petra, Ganesh und mir ist Koch Samje mit 5 Helfern/Trägern mit an Bord. Aus meiner Sicht sollten 3 Helfer/Träger auf dieser Tour ausreichend sein, da wir, wo möglich, in Lodges/Gasthäusern übernachten wollen. Doch wer Govinda und Samje kennt, nimmt man doch lieber etwas mehr Proviant, Zelt etc. für den Fall der Fälle mit.
Nach knapp 7 Stunden erreichen wir gegen 17 Uhr Beshi Sahar, den Ausgangspunkt zur Umrundung der Annapurna und beziehen Quartier im Hotel Ganggapurna.
02. Tag - 04.10.2011
Abgesehen vom recht unfreundlichen
Personal ist das Ganggapurna mit Insekten und sonstigen Krabbeltierchen
verpestet. Da wirken auch die versprühten Vernichtungsgifte nicht, nach
denen das Zimmer duftet. Fenster auf, frische Luft rein und schon schwirren
noch ein paar mehr Tierchen im Zimmer. In ein anderes Hotel wechseln? Dazu
ist es zu spät. Ich verkrieche mich tief in meinen Schlafsack, den ich bis
zu Nase zuziehe. Die winzigen Plagegeister finden trotzdem den Weg zu meiner
Haut. Jucken, kratzen und im für kalte Zeltnächte ausgelegten Schlafsack
schwitze ich wie in einer Sauna. Einige kalte Duschen in der Nacht bringen
nur für kurze Momente eine Linderung. Endlich graut der Morgen. 5 Uhr, noch
mal unter die Dusche und raus aus diesem Dreckloch. Ich habe in Nepal schon
viel erlebt, aber noch nie solch ein Hotel.
Auch Petra haben in der Nacht irgendwelche Krabbeltierchen genervt. Auf das Frühstück verzichten wir in diesem Haus. Alsbald rollt ein bereits recht beladener indischer Jeep vor. Das Gepäck wird noch mit zu den Plastikstühlen auf dem Dach verstaut und festgezurrt. Unser Team macht es sich auf der überdachten Ladefläche bequem, während Petra und ich mich auf die Rückbank zu einen weiteren Fahrgast zwängen.
Schnell lassen wir Beshi Sahar und Khudi
hinter uns und erreichen auf holpriger Strecke Bhulbhule. Nun windet sich
das, was man kaum Straße nennen kann, durch Felswände und Geröllhalden am
Abgrund entlang. Die Breite reicht stellenweise so eben für die Spurweite
des Jeeps. Keinerlei Befestigung, nur zwei tiefe Spurrillen, durch die das
Fahrzeug schaukelt. Tief unten rauscht der Marsyandi. Bachläufe ergießen
sich über die schmale Fahrbahn. Einige male rutscht das Herz in die Hose,
als der Jeep zu schliddern beginnt. Zum Glück beherrscht der Fahrer sein
Gefährt, dessen Seitenscheiben den starken Verwindungskräften bereits zum
Opfer gefallen sind und dessen Windschutzscheibe mehrmals geborsten ist.
Die erste Etappe ist geschafft. Frühstückpause in Syange (1.110 m). Bis nach Chyamche (1.430 m) sind es weitere 2 Stunden, Endstation, Mittagpause. Viele Touristen sind unterwegs. Von Bhulbhule kann man abseits der „Autobahn“ über Bahundanda bis Syange wandern. Bis nach Chyamche muss man notgedrungen der „Straße“ folgen.
Bis Tal (1.700 m) ist es nicht mehr all
zu weit. Wir folgen dem alten noch vorhandenen Karawanenweg. In die schroffe
gegenüber Felswand ist der weitere Straßenausbau bereits hinein gesprengt.
Wann dieses Teilstück bis nach Tal fertig gestellt sein wird, ist schwer zu
beurteilen. Möglicherweise schon zur kommenden Saison. Jedenfalls sind noch
einige Tonnen Gestein heraus zu brechen. Über den Sinn und Unsinn dieser
Arbeiten kann man unterschiedlicher Meinung sein. Mir ist es schleierhaft,
wie auf dieser Strecke jemals lokale Busse und LKWs verkehren sollen. Die
Mulis, mit denen heute noch die hungrigen Wanderer im Annapurna versorgt
werden, sind sicherlich nicht so schnell arbeitslos. Nach kurzen steilen
Anstieg erreichen wir Tal im weiten Flussbett des Marsyandi. Wie im Frühjahr
2009 übernachten wir in der Lodge „Father and Son“.
03. Tag - 05.10.2011
Gemütlich ansteigend folgen wir teils dem alten Handelsweg, teils dem Straßen-Neubau. Vom Lärm der Bagger und Presslufthämmer bleiben wir verschont. In dieser Woche findet das Dasain Fest statt. Alle Arbeit ruht.
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Während Krishna und ich im Frühjahr 2010
wetterbedingt in Danakyu übernachteten, stellt der weitere 1-stündige
Aufstieg nach Timang (2.570 m) kein Problem dar. In zwei Jahren sind einige
neue Lodges gebaut worden oder werden derzeitig noch erweitert. Man richtet
sich auf steigende Touristen-Zahlen ein. Wir haben Glück, denn in unserer
Unterkunft sind wir heute die einzigen Gäste. Folglich wird es ein
gemütlicher Abend in der Küche mit der Familie des Hauses. Auf dem
holzbefeuerten Ofen brutzelt die zubereitete Kartoffelpfanne mit Gemüse,
Knoblauch und weiteren geheimnisvollen Gewürzen der nepalischen Küche.
Samje, unser z.Z. arbeitslose Koch, ist zum Zuschauen verurteilt.
04. Tag - 06.10.2011
Happy Dashain! Ein herrlicher, sonniger
Feiertag nimmt seinen Lauf. Der schneebedeckte Manaslu grüßt zur frühen
Morgenstunde, bevor er im gleißenden Gegenlicht der aufgehenden Sonne kaum
noch wahrnehmbar ist. Die heutige kurze Etappe führt uns in zwei Stunden
nach Koto (2.600 m),
dem Ausgangspunkt zum Nar-Phu-Trek.
Zur Feier des Tages
laden wir unser Team zum Festessen mit Bier und Dhaal Bhaat nach Chame ein.
Anschließend hofft man auf gute Karten und Glück beim Würfelspiel.
Heute heißt es für die kommenden Tage von der Zivilisation Abschied zu nehmen. Ich nutze die vorerst letzte Verbindung im Internetcafe für ein paar Grüße nach Hause und ins Büro in Kathmandu. Der Preis pro Minute erinnert an die Anfänge des WWW, Ende der 90er Jahre: 10 Rupien (10 Cent)/Minute.
05. Tag - 07.10.2011
Majestätisch erhebt sich der
vergletscherte Lamjung (6.983 m) in den noch dunklen Himmel, als wir vor
Sonnenaufgang aufbrechen. Da heute neben uns drei Gruppen zum recht kleinen
Campingplatz in Dharmashala (3.230 m) starten, möchten wir möglichst als
erste vor Ort sein. Der gut ausgebaute Weg verläuft durch dichten Tannenwald
entlang des Nar Khola. Im engen Talgrund ist es recht kühl, denn die
wärmende Sonne bleibt in den Morgenstunden hinter den Bergkämmen verborgen.
Als nach etwa 2 Stunden die ersten Sonnenstrahlen herab scheinen, müssen wir
leider auf die schattige Seite wechseln. Beständig führt der Weg durch das
enger werdende Tal bergan. Drunten tost der Nar Khola mehrmals durch enge,
mit dicken Felsbrocken verschüttete, Schluchten.
Samje, der mit dem Küchenteam voraus geeilt ist, hat ein gemütliches Plätzchen am Wegesrand gefunden und dort die Küche eingerichtet. Heute kann er endlich sein Können beweisen. Eine prächtige Nudelsuppe wartet auf seine Gäste. Hätte ich ihn gestern nicht eindringlich gebeten, zu Mittag nur eine leichte Kost zuzubereiten, hätte er und sein Team garantiert ein 3-Gängemenü hergezaubert. Ein Blick auf die mitgebrachten Lebensmittel verdeutlicht, dass das 5-köpfige Helferteam erforderlich ist. Man muss wissen: Der Koch ist der König eines jeden Camping-Trekkings.
Es dauert nicht lange und eine Gruppe
taubstummer? Franzosen trifft ein. Kein Gruß, keine Kommunikation
untereinander. Lassen sich nieder, essen, … . Mangels Platz zieht die
nächste Gruppe im Gänsemarsch vorbei. Wir brechen auf und überholen die
Touristen beim Mittag am Wegesrand hockend.
In Dharmashala sind wir wie geplant die ersten. Schell sind die Zelte am besten Platz aufgebaut. Die Küche zieht in einen Raum im zum Camp gehörendem Haus ein. Auch wir suchen dort Schutz. Es ist windig und als die letzten Sonnenstrahlen hinter den steil aufragenden Felswänden verschwinden genießen wir gemeinsam das üppige Abendessen im vom Kerosin-Kocher erwärmten Zimmer.
06. Tag - 08.10.2011
Heute sind wir die letzten, die den Zeltplatz verlassen. Etwas ansteigend, dem Tal folgend, verlassen wir dieses nach einer knappen halben Stunde. Im steilen Zickzack führt der etwas geröllige Pfad hinauf nach Metang (3.560 m). Vom dortigem Pass erblickt man Annapurna II (7.939 m). Gen Norden erstreckt sich die karge Landschaft nach Phu. Bereits im Monsunschatten liegend, erblüht diese Gegend nur in den Sommermonaten.
Nach kurzer Teepause in einer der neu
erbauten Lodges zweigen wir in das Tal des Phu Khola ab. Der Zusammenfluss
von Nar und Phu Khola liegt tief unten. Vereinzelte Tannen und Fichten
weichen mehr und mehr Wacholderbüschen. Der Pisang Peak (6.091 m), einer der
sogenannten Trekking-Peaks, erhebt sich bereits hinter uns, als wir die
ersten typischen Sommersiedlungen und -weiden erreichen. Jetzt im Oktober
sind diese verlassen. Zwischen gewaltigen Felsmassiven des Kangguru Himal
(6.981 m) schiebt sich der Gletscher dieses Massives. Ein tiefes Flussbett
ist zu durchqueren und dann ist Mittagspause.
Wo Wasser fließt, trifft sich
auch die Welt. Denn ohne Wasser, keine Küche! Also sind an diesen Ort alle
Gruppen wieder zusammen. Über das zubereitete „fürstliche Mal“ schweige ich.
Nepalischen Köchen, deren Mentalität nur 200 %ige Zufriedenheit bzw.
Sättigung ihrer Gäste erlaubt, muss man verzeihen.
Upper Chyako (3.720 m). Dieses Gebiet wird von der Bevölkerung aus Nar bewirtschaftet. Ursprünglich lebten hier nur Gurungs. Als China Tibet besetzte, flohen Khampa über das naheliegende Grenzgebirge ins Nar-Phu-Tal. Beide ethnischen Gruppen sind Buddhisten und leben in Eintracht zusammen. Jetzt im Herbst sind die Leute emsig mit der letzten Ernte beschäftigt, bevor der Winter einbricht. Auch das bereits vergilbte Gras ist wertvoll als Futter für Yaks, Schafe und Ziegen in der bevorstehenden eisigen Zeit. Wir werden freundlichst zum Essen eingeladen: Gekochte Kartoffeln. In 3 Tagen wird man nach Nar zurück kehren. Bis zum Frühjahr ist diese Ort verlassen.
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Wer glaubt, das Camp in Kyang sei von hier nur ein Katzensprung, liegt falsch. Auf und ab, über die von Samje vorgeschlagene steile Abkürzung kann man diskutieren. Der angeblich längere Weg, den wir zurück nahmen, war m.E. wesentlich bequemer. Die letzte Gletschermoräne ist bestiegen. Vor uns liegt das Tal Kyang (3.850 m). Eine kleine Zeltstadt, an dessen Rand unser Camp aufgebaut ist.
07. Tag - 09.10.2011
Waren gestern Nachmittag Lamjung und Annapurna von dicken Wolken umhüllt, ragen die Eisriesen heute Morgen in den kristallklaren Himmel. Ein phantastischer Anblick, direkt aus dem Zelt heraus. Unser Camping-Team wird hier verweilen und auf unsere Rückkehr aus Phu warten. Dort hoffen wir in einen der Gasthöfe Unterkunft zu finden.
Aufbruch zu Viert. Als Träger ist Saila
ist dabei. Durch die enge Schlucht folgen wir dem Phu Khola auf neu
angelegtem Weg, der stellenweise aus der senkrecht abfallenden Felswand
gesprengt wurde. Schließlich kommt das Talende in Sicht. Mächtige Felstürme
verwehren den weiteren Weg am Fluss entlang.
Nur der Phu Khola tost zwischen
dem steinernen Labyrinth hindurch. Das Tor zu Phu thront hoch oben. Einige
Meter steiler Aufstieg und es ist geschafft. Hinter der Klamm weitet sich
das Tal. Gleich einer Festung scheint das buddhistische Dort Phu (4.080 m)
am kargen Geröllhang zu kleben.
Im landestypischen Gasthaus „Hotel
Karma“ ist zum Glück noch eines der 3 Zimmer frei. Die beiden nicht größeren
Gasthäuser sind ausgebucht. Auch der gegenüber liegende Campingplatz ist
voll. Die Zelte mehrer Gruppen stehen dicht an dicht. Phu ist ausgebucht. Im
Hotel sucht man eine Toilette vergeblich. Sanitäre Einrichtungen sind die
nahe liegenden Bachläufe. Man ist ins Mittelalter zurück versetzt. Die
Einheimischen haben ihre ursprüngliche buddhistische Lebensweise
beibehalten. Wie der Rundgang durch das Dorf zeigt, wird das zum Leben
Notwendige selbst erzeugt und angebaut. Bis auf 4.400 m hinauf ziehen sich
die terrassenförmig angelegten Äcker, hauptsächlich für Hafer, Kartoffeln
und Gerste. Die Wintergerste ist geerntet und getrocknet. In mühsamer
Handarbeit erfolgt das Dreschen und das Trennen des Korns vom Spreu. Der
ständige Wind ist der einzige Helfer bei dieser Arbeit.
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Wir steigen hinunter ins Tal mit seinen
weitläufigen Weideflächen, wo Ziegen, Schafe und Yaks grasen. Über eine alte
Holzbrücke geht es hinüber zum Hügel auf welchem sich die Tashi Lakhang
Gompa (4.120 m) erhebt.
Unzählige Chörten, Manimauern und im Wind knatternde
Gebetsfahnen umrahmen das kleine Kloster. Wir sind ganz allein. Wer hat wem
erschreckt, als der große schwarze Hund plötzlich kläffend den Zugang
verwehrt.
Zum Glück ist er angeleint. Kurz darauf gewährt uns ein junger
Mönch Einlass zum vor mehr als 400 Jahren erbauten Kloster. Es ist
wahrscheinlich das letzte der 108 Klöster, die Guru Ringpoche, bzw.
Padmasambhava im Himalaya erbaute. Die Einlandung zum Buttertee nehmen wir
gerne an. Die Sonne wirft bereits lange Schatten auf Phu während die
eiserstarrte Kulisse des Himlung Massivs noch im hellem Licht glitzert. Es
wird Zeit nach Phu zurück zu kehren.
08. Tag - 10.10.2011
Ein weiterer Tag ohne jegliches Wölkchen
am Firmament. Den Vormittag nutzen wir zum längeren Spaziergang das Tal
hinauf. Die Landschaft wird wüstenhafter, gleicht der in Upper Mustang und
Ladakh. Tibet liegt hinter den vor uns liegenden Massiven aus welchem sich
der Pokarkang (6.372 m) hervor hebt. Im Osten markiert der Himlung (7.126 m)
den Grenzverlauf.
Nach Mittagsimbiss gegeben wir uns auf den Rückweg. Es bleibt genügend Zeit, die alten Chörten unterhalb des Tores zu Phu in Augenschein zu nehmen. Heute begegnen uns kaum Touristen. Zurück in Kyang ist der Campingplatz leer. Einsam stehen dort unsere Zelte.
09. Tag - 11.10.2011
Happy Birthday lieber Lenny. Alles Gute
zu deinen Geburtstag wünscht dir dein Opa. Lass dich feiern.
Rückmarsch auf gleichem Wege bei
abermals phantastischen Wetter. Kurz vor Metang beginnt der Abstieg in die
Schlucht des Phu Khola.
Eine alte hölzerne Brücke führt über den etwa 100 m
tiefer tosenden Fluss. Noch ein kurzes Stück aufwärts und die Baustelle Nar
Phedi (3.500 m) ist erreicht. Die Zelte stehen neben dem neu erbauten, aber
noch nicht eingerichteten Kloster. Gegenüber entsteht eine Lodge. Die nahe
liegende Sanitäranlage mit getrennten Räumen für Weiblein und Männlein
scheint bereits fertig zu sein, ist aber noch verschlossen.
Da wir recht frühzeitig eintrudeln, wird die Freizeit zum Waschtag. Am Nachmittag füllt sich der Zeltplatz. Viele der Trekker, die eine Nacht länger in Phu verbrachten, treffen nach und nach ein. Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht, einen weiteren ganzen Tag in Phu zu verbringen. Zwei volle halbe Tage sind ausreichend und der Rückweg in zwei Etappen ist gemütlich und erholsam.
10. Tag - 12.10.2011
Wir lassen es weiterhin geruhsam angehen
und zockeln all den anderen Wanderern hinterher. Nach einer Stunde etwas
steilen Aufstiegs ist das erste Tor (Gate ) zu Nar erreicht.
Das nächste
Gate ist verschlossen. Der Weg führt über die steinerne Mauer. Dahinter
öffnet sich eine weite Hochebene auf der Hunderte Yaks grasen, Grund für das
verschlossene Tor. Kurz darauf stehen wir vor gewaltigen steinernen Chörten.
Ein einmaliger Anblick mit der gewaltigen Kulisse des Kangguru Himal (6.981
m) im Osten. Nach Norden reicht die Aussicht weit in das Tal bis zum Kangla
Himal hinauf. Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Shanti Lodge. In
dieser komfortablen Unterkunft werden wir 2 Nächte verbringen. Haben es uns
nach 9 Tagen „on trek“ sicherlich redlich verdient, die Akkus für die
bevorstehende Überschreitung des Kangla (5.306 m) aufzuladen.
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Nar wird von der gleichen ethischen, aus Tibet zugewanderten Buddhisten bewohnt. Die Felder sind abgeerntet und auf den Dächern der Häuser liegen haufenweise die Ähren der Wintergerste. Emsig sind die Bauern auch hier dabei, Korn vom Spreu zu trennen.
11. Tag - 13.10.2011
Ruhetag, ausschlafen, dann frühstücken.
Herrlich, eine warme Dusche mittels Eimer und Schöpfkelle. Heute
funktioniert die Telefon-Verbindung. Prasanta, unser Mann im Office, ist
anwesend. Alles ok. Govinda ist auf 4-Tage-Kurztrekk mit Gästen aus
Australien im Annapurna.
Eine Gruppe mit 15 Holländern kehrt zum Lunch ein und zieht dann nach Kangla Phedi weiter. Keine Zeit, wir machen Trekking, ist der lakonische Kommentar eines der Teilnehmer, dass wir hier und heute einen Ruhetag einlegen. Am Abend trifft ein Paar aus Frankreich ein. Eine Gewalttour haben sie gemeistert. Von Nawal (3.660 m) über den Kangla bis hierher waren sie schneller als ihr Guide. Morgen haben sie sich die geplante Pause redlich verdient.
12. Tag - 14.10.2011
Heute zeigen sich erstmals wieder
Wolkenfelder am Himmel. Nach knapp 3 Stunden über gemächlich ansteigende
Weideflächen, vorbei an einigen Yak-Herden, treffen wir in Kangla Phedi
(4.530 m) ein. Der Pisang Peak zeigt inzwischen seine westlichen Abstürze.
Die von uns in Nar eingelegte Pause ist nicht zwingend erforderlich. Man
kann diese Etappe problemlos noch am frühen Nachmittag angehen, um zeitig
das Camp zu erreichen. Hier hat auch eine 9-köpfige Gruppe aus Frankreich
ihre Zelte aufgeschlagen, die heute Morgen ebenfalls von Nar aufbrachen.
Inzwischen ist die Sonne hinter dicken Wolken verschwunden. Es wird kalt und windig. Was gibt es da besseres zu tun, als ins Zelt zu kriechen, lesen und Musik hören. Zum Nachmittag kredenzt das Küchenteam frisch zubereiteten Apple Pie und Cappuccino der Marke Himatrek. Jeweils ein gehäufter großer Teelöffel Nesscafé und Kakao, aufgegossen mit heißer Milch. Schon um 17:30 ruft Samje zum Abendessen. Morgen heißt es früh aufstehen, Abmarsch spätestens um 6:30 Uhr.
13. Tag - 15.10.2011
Morgendämmerung, dicht und tief hängt
die Wolkendecke im Tal. Durch Geröll erklimmen wir mal gemächlich, mal steil
den ersten Höhenrücken. Nun wird das Gelände alpin. Schneefelder kommen in
Sicht. Die Wolken reißen stellenweise auf, die ersten Sonnenstrahlen.
Unter
uns schillert ein kleiner Gletschersee. Bis zum Pass kann es nicht mehr weit
sein. Langsam, langsam stapfen wir durch den tiefer werdenden Schnee. Dann
die Belohnung nach 4 Stunden anstrengenden Aufstieg. Zwischen wehenden
Gebetsfahnen stehen wir auf dem schmalen Grat des Kangla (5.300 m). Der
Blick hinüber zum Annapurna III (7.555 m) und zurück zum Kangguru Himal wird
nur durch wenige Wolkenfetzen durchbrochen. Tief unten im Tal ist die
Landepiste von Humde deutlich zu erkennen.
Nachdem die Reihen der Gebetsfahnen
durch unserige ergänzt wurden, beginnt der sehr steile und rutschige Abstieg
auf recht lockerem und splittrigem Gestein. Nach etwa 100 m Abstieg liegt
der schwierigste Teil hinter uns. Bei Schnee oder gar Eis ist dieser Teil
nicht passierbar, falls man überhaupt bis zum Pass kommt. Wenn doch, so sind
Steigeisen und Seil unabdingbar. Weitere 400 Höhenmeter abwärts findet sich
endlich ein Platz für die wohl verdiente, etwas verspätete Mittagspause. Den
Inhalt der heute morgen zubereiteten Lunchpakete, dazu der üblicherweise von
mir mitgebrachte Schinken, lassen wir uns gemeinsam mit Ganesh und Samje
schmecken.
Unsere Mannschaft ist weit voraus, hat Nawal möglicherweise
bereits erreicht.
Der weitere Weg zieht sich dahin. 1.600 m bergab machen sich in den Knien bemerkbar. Petra und ich sind froh, als wir am Nachmittag in das Shanti Hotel in Nawal (3.660 m) einkehren. Nar Phu ist mit der Umrundung des Pisang Peak erfolgreich abgeschlossen. Ein guter Grund auf den heutigen Tag mit unserem Team anzustoßen.
14. Tag - 16.10.2011
Ausschlafen und gemütlich frühstücken. Gegen 9 Uhr machen wir uns langsam auf. Der herrliche Panorama Höhenweg führt zunächst zum Kloster Porchu und schließlich durch üppige Pinienwälder nach Bhraka. Erst dort treffen wir auf den Trekking Highway und kehren zur Mittagzeit, wie ich im Frühjahr 2010, in die Bäckerei „Pie in the Sky“ ein. Gewaltig erhebt sich Annapurna III in den wolkenlosen Himmel, dessen Gletscher das Sonnenlicht gleißend reflektieren. Es ist Hochsaison und ohne Unterbrechung ziehen Touristen in Gruppen oder als Alleinwanderer an uns vorbei. Wir beauftragen Samje vorsorglich sofort nach Manang zu gehen, um ein gutes Quartier für uns sicher zu stellen.
Manang (3.540 m), Ausgangspunkt zur
Umrundung der Annapurna, Ort der Akklimatisierung mit einigen lohnenswerten
Tagestouren. Hier treffen all die Touristen geballt zusammen, die sich
während des Anmarsches auf mehrere Orte verteilten. Unser Standard-Hotel
„Yeti“ ist ausgebucht. Samje hat für uns Zimmer im Gasthaus „Mavis Kitchen &
Cottage“ reserviert.
Eine empfehlenswerte Herberge mit kleinen Bungalows im
Hof. Hier werden wir 2 Nächte verweilen.
Wieder mit der Welt per Internet verbunden, geht die Nachricht über unsere erfolgreiche Tour umgehende an Familie, Freunde und Bekannte hinaus. Den Barbier, den es im vergangenen Jahr noch gab und der mich vom in 2 Wochen gewachsenen Bart befreien soll, suche ich vergeblich. Zumindest lassen sich in einen Geschäft Rasierschaum und Klingen auftreiben und ich mache mich an die Arbeit.
15. Tag - 17.10.2011
Wie vorgesehen, ein Ruhetag. Ein Spaziergang durch Manang genügt. Ein Besuch des Kinos wäre denkbar. Faulenzen, die Seele baumeln lassen. Die Sonne scheint. Genießen wir den Urlaub.
16. Tag - 18.10.2011
Die gestern Nachmittag auftauchenden bedrohlichen Wolken sind spurlos verschwunden. Tiefblau leuchtet der Himmel über dem Ganggapurna (7.454 m). Voraus liegt die beeindruckende Eiswand der „Großen Barriere“. Unser Ziel, der Tilicho See, liegt an deren westlichen Ende. Zurück reicht der Blick durch das Tal des Marsyandi bis hinüber zum Manaslu. Der Weg nach Khangsar 3.734 m) wird nach nepalischer Norm auf Straßenbreite erweitert. Wenn ich 80 Jahre alt werde, gönne ich mir vielleicht eine Off-Road-Tour um die Annapurna mit Übernachtung in einen 5-Sterne-Hotel am Tilicho See. Liebe Nepali, schaut nach Tibet, die Chinesen machen das schon. Ihr müsst nun noch lernen, wie man Straßen wetterfest baut. In Khangsar verlässt man das Tal und steigt nach Shree Kharka (4.050 m) hinauf. Stand hier von 1 ½ Jahren nur eine Lodge, werden es in Kürze zwei sein. Einige Minuten weiter auf dem Weg zum Tilicho BC ist der Rohbau der dritten Lodge fertig gestellt.
17. Tag - 19.10.2011
Die heutige Etappe zum Tilicho BC (4.150 m) ist kurz und in etwa 3 Stunden zu bewältigen. Der Pfad durch den steilen, fein gerölligen und Steinschlag gefährdeten Hang wurde mit Hacken und Schaufeln entschärft. Zerklüftete Felsen scheinen entlang des Weges aus dem Schotter zu wachsen. Ein imposanter Anblick. Wie schon in meinem Reisbericht vom Frühjahr 2010 geschrieben, existiert nur dieser mittlere Weg. Der untere entlang des Marsyandi ist seit Jahren verschüttet. der obere ebenfalls Erdrutschen zum Opfer gefallen. Noch immer weist an der Weggabelung ein Schild zum „Upper Trail“. Beim genauen Hinsehen erkennt man, das die Worte durchgestrichen sind. Eindeutiger wäre es, wenn man dieses Schild entfernt hätte. Erreicht man das Ende diese Höhenrückens, wo dieser fast senkrecht in die enge Schlucht des Marsyandi abfällt, ist die vergletscherte Eiswand zum Greifen nahe. Zu deren Füßen die gewaltige Moräne des Gletschers vom Khangsar Kang (7.485 m) liegt. Gleich einer schwarzen Pyramide ragt der Gipfel in den Himmel und wird somit auch Roc Noir genannt.
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Wir befürchten, dass auch das Tilicho BC
überfüllt ist. Daher ist Saila, unser Träger, voraus geeilt, um Zimmer zu
reservieren. Obwohl hier inzwischen eine 2. Lodge steht, sind um 9 Uhr
sämtliche Zimmer vergeben. Zwei große Gruppen werden erwartet. Unsere Zelte
dabei, sind diese geschwind im Hof des Hotel Khangsar Kang aufgebaut.
Weitere Zelte stehen dort, die der Besitzer der Lodge in weiser Vorausschau
auf den Platzmangel hat aufbauen lassen. Das Tilicho BC wird übermäßig
frequentiert, da Touristen auf dem Weg zum Tilicho See zwangsläufig hier
übernachten und dies oft auch auf dem Rückweg tun.
18. Tag - 20.10.2011
Früh am Morgen gegen 5 Uhr machen sich die ersten Touristen auf den Weg. Darunter eine Gruppe mit 17 Holländern. Wir schlummern noch eine Weile im mollig warmen Schlafsack. Sind wieder einmal die Letzten. Zunächst geht es gemächlich entlang des Geröllhanges. Die „Grand Barriere“ rückt näher. Im Rücken das imposante Panorama von Chulu West bis zum Manaslu. Die Frühaufsteher kommen uns entgegen, als wir die letzten Meter zum Sattel aufsteigen. Von dort zieht sich der Weg. Hinter jeder Anhöhe vermutet man den See, bis er plötzlich vor uns liegt. Der Tilicho Lake ist mit 4.920 m Nepals höchst gelegener See. Im Vergleich zum Frühjahr 2010 erlebe ich ihn nun eisfrei und wir sind wieder ganz allein hier oben.
Ein eisiger Wind pfeift uns um die
Ohren. Vom Norden sind Wolken aufgezogen. Nachdem die Gebetsfahnen gehisst
sind, schnellstens in die warme Stube des hier neu erbauten Teehauses. Dort
erwarten uns sofort heiße Suppe und Tee zum aufwärmen. Es folgt einmal
wieder ein üppiges Mittagessen, zubereitet durch Samje & Co.
Noch eine kurze Etappe entlang des Sees zum nördlichen Campingplatz (4.940 m). Irrtum, dieser Weg existiert nicht (mehr)?! Nur ein kleiner Umweg meint der freundliche Wirt des Teehauses. Hinter diesen Felsen geht es lang. Der Eastern Pass (5.340 m) liegt dahinter. Wir machen uns auf den Weg. Erst Geröll, dann wird es felsig und steil.
19. Tag - 21.10.2011
30 cm Neuschnee. Es ist eiskalt. Ein paar blaue Flecken zeigen sich am Himmel. Wird es bald sonnig?. Leise rieselt der Schnee. Samje erklärt uns, das es bei der gegebenen Schneesituation sicherer ist, statt über den Mesokanto South(5.121 m) über den Mesokantu North (5.370 m) nach Yak Kharka (4.100 m) abzusteigen. Es sei von hier nur ein kleiner Umweg mit etwa 60 m Aufstieg. Der kleine Umweg entpuppt sich als recht anstrengende Hochtour. Erst ist ein Erdrutsch zu umgehen, dann folgt steiles, stellenweise vereistes Gelände über den Pass. Samje mit Eispickel voraus, um die steilen Passagen vom Schnee zu befreien und ein paar Stufen zu schlagen. Langsam, vorsichtig folgen wir. Dank Samjes und Ganesh Hilfe erreichen wir wieder sicheres Gelände. Den ganzen Tag bleibt es wechselhaft. Kurz blinzelt die Sonne durch die Wolken, dann wieder Schneefall. Unterhalb der Schneefallgrenze ist der Boden glitschig. Ein paar Ausrutscher auf den Hosenboden sind zwangsläufig.
Noch einmal zum Bachlauf hinunter und auf der anderen Seite hinauf. Yak Kharka, niemand ist anwesend, ist ereicht. In der Hütte können wir die Zelte in einen Raum aufbauen. Im zweiten wird die Küche eingerichtet. Wir haben ein festes Dach über den Kopf. Vom Himmel rieselt der Schnee.
20. Tag - 21.10.2011
Ein Wintermärchen. Strahlend blauer
Himmel. Nilgiri, Dhaulagiri und Tukuche Peak begrüßen kristallweiß glänzend
den Morgen. Ein bequemer Weg führt hinunter nach Jomsom. Nachdem die 4.000
m-Grenze unterschritten ist wird die Winterbekleidung gegen Sommerbekleidung
ausgetauscht.
Zwei Wanderer kommen uns entgegen, die zum Tilicho möchten.
Momentan keine Chance, die Pässe zu überqueren.
Jomsom, gut an der Landbahn zu erkennen, liegt vor uns. Lang zieht sich die letzte Etappe auf der Fahrstraße bis zum Hotel Snowland dahin. Dort wird das Finale der Tour gemeinsam ausgiebig bei Bier und Apple Brandy gefeiert. Klar, dass das nepalische Nationalgericht aus der Küche des Hauses nicht fehlt.
21. Tag - 22.10.2011
Die Flüge von Jomsom nach Pokhara sind heute ausgebucht. Morgen könnten wir fliegen. Statt einen Tag in Jomsom rum zu hängen, entscheiden wir uns, gemeinsam den lokalen Bus nach Beni zu nehmen. So schaukeln wir durch all die mir bestens bekannten Orte wie Marpha und Tukuche bis Ghasa. Von dort mit dem Anschlussbus, im Ruhrgebiet wäre es eine neue „Wabe“, nach Beni. Noch einmal Abschied: Samje und unser Team nehmen den Direktbus nach Kathmandu. Ganesh, Petra und ich das Taxi nach Pokhara, wo wir am Nachmittag im Lake View Resort eintreffen.
22. Tag - 23.10.2011
Ein ganzer Tag in Pokhara. Ich muss
feststellen, dass ich dort bekannt bin, wie ein bunter Gockel. Macht nichts.
Herrlich die Ruhe im Vergleich zu Kathmandu, der Phewa See und die
unzähligen Basare und Restaurants an der Uferpromenade.
23. Tag - 24.10.2011
Alles hat ein Ende. Zurück nach Kathmandu. Petra ins Hotel Manang. Ich begebe mich mit Ganesh ins Haus zu Radhika und Govinda nach Sitapaila. Dort laufen alle Vorbereitungen auf das bevorstehende Tihar Festival.
24. - 26. Tag- 25.-27.10.2011
Das Tihar Festival nimmt seinen Lauf.
Dem Tag der Hunde folgt der Tag der Kühe. Ein Tikar auf deren Stirn, wobei
die Kühe sich besonderer Ehrung erfreuen. Die Newar, eine ethische Gruppe,
feiern am 28.10. ihr New Year. Am Abend das Lichterfest. Glücksgöttin Laxmi
wird ins Haus gebeten. Mandelas, Kerzenlicht und geschmückte Spuren zeigten
ihr den Weg bis zum Hausaltar. Erstmals habe ich die Möglichkeit all dieses
aus Sicht inmitten Govindas Familie zu erleben. Parallelen zum christlichen
Nikolaus und Weihnachten sind unverkennbar.
27. Tag - 28.10.2011
Bhai Tika, die Familienfeier. In der Regel treffen sich alle Verwandte beim Vater oder ältesten Sohn der Familie. So sind bereits seit ein paar Tagen Govindas Schwestern. Radhikas Schwester mit ihrem Mann Ganesh (unser Guide) im Haus untergebracht. Ein Astrologe legt die Zeit für diese Festlichkeit, meist zur Mittagszeit beginnend fest. Schwester Petra trifft ein. Das 9-farbige Tikar auf jedermanns Stirn, anschließend Essen und Geschenke verteilen. Den weiteren Verlauf des Tages bestimmen Tanz und Musik und Glückspiel mit Karten und Würfeln
28. Tag - 29.10.2011
Nachdem Petra bereits gestern zurück flog, folge ich ihr heute. Der x-malige Abschied am Flughafen
Wieder zurück in der Heimat, steht Govindas Besuch unmittelbar bevor.
Habe ich schon einige Male die Festlichkeiten in Nepal
erlebt, so soll Govinda endlich unsere Feiertage
von Nikolaus bis Neujahr kennen lernen.